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Bildung

Einbruch bei Übernachtungszahlen in NRW-Jugendherbergen

Detmold (dpa/lnw) - Die Übernachtungszahlen bei den Jugendherbergen in Nordrhein-Westfalen sind im ersten Jahr der Corona-Pandemie dramatisch eingebrochen. Die Jugendherbergen im Rheinland verzeichneten 2020 einen Rückgang um knapp 60 Prozent auf gut 404 000 Übernachtungen. In Westfalen-Lippe gab es lediglich rund 182 500 Übernachtungen und damit sogar Einbußen von 72 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Vor allem Klassenfahrten und Gruppenreisen, sonst die wichtigsten Segmente, konnten dort kaum noch stattfinden. Durch Hilfsgelder von Bund und Land, Kurzarbeit und Investitionsstopps konnten Schließungen bei den 62 NRW-Herbergen abgewendet werden, hieß es am Donnerstag in Mitteilungen der Landesverbände des Deutschen Jugendherbergswerks.

dpa

Blick auf den Teppich am Eingang einer Jugendherberge. Foto: Friso Gentsch

Um Kosten zu sparen und die wenigen Übernachtungen zu bündeln, blieben einige Häuser auch über den Frühjahrs-Lockdown hinaus vorübergehend dicht: In Westfalen-Lippe betraf dies neun, im Rheinland 14 Herbergen. Einige der geschlossenen Häuser wurden dann kurzerhand umfunktioniert. Es kamen Flüchtlinge oder Obdachlose unter. Sie wurden als Frauenhaus oder Schlafstelle für Soldaten genutzt, die bei der Kontaktnachverfolgung im Gesundheitsamt halfen, wie etwa im Sauerland.

© dpa-infocom, dpa:210225-99-588982/2

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