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Lockdown

Eingeschränkter Kita-Betrieb in NRW ab 11. Januar

Der harte Lockdown im gesamten Januar trifft nun auch erneut Kita-Kinder und ihre Eltern in NRW. Kinder werden in den Kindertagesstätten im Januar kürzer betreut als sonst - möglichst sollen sie zu Hause bleiben.

dpa

Kitas bleiben in NRW auch im verschärften Januar-Lockdown geöffnet, allerdings in einem eingeschränkten Betrieb. Foto: dpa

Düsseldorf (dpa/lnw) - In den Kindertagesstätten in Nordrhein-Westfalen wird es ab Montag nur noch einen eingeschränkten Betrieb geben - Kitas bleiben aber grundsätzlich geöffnet. Gruppen sollen voneinander getrennt und der Betreuungsumfang für jedes Kind im Januar um 10 Stunden pro Woche reduziert werden, kündigte Familienminister Joachim Stamp (FDP) am Mittwoch in Düsseldorf an.

Stamp appellierte zudem an alle Eltern, die beruflich und familiär dazu in der Lage seien, ihre Kinder zu Hause zu betreuen. Es werde aber nicht nur eine Notbetreuung wie im Frühjahr 2020 geben, als im ersten Lockdown nur Eltern mit systemrelevanten Berufen ihre Kinder betreuen lassen konnten.

Appell an die Eltern von 730.000 Kita-Kindern

Das NRW-Landeskabinett hatte zuvor in einer Sondersitzung entschieden, wie es mit dem Betrieb von Schulen und Kitas ab kommender Woche weitergehen soll. So gehen alle Schüler in NRW nach den Weihnachtsferien in den Distanzunterricht, sie bleiben also zu Hause.

Bund und Länder hatten bereits am Dienstagabend grundsätzlich entschieden, den Lockdown angesichts weiter hoher Infektionszahlen bis Ende Januar zu verlängern. Darüber hinaus wurden Verschärfungen, zum Beispiel bei den Kontaktbeschränkungen, beschlossen.

Vor Weihnachten waren die Kitas in NRW noch regulär geöffnet geblieben. Die schwarz-gelbe Landesregierung hatte lediglich an die Eltern appelliert, ihre Kinder möglichst zu Hause zu lassen. Nach früheren Angaben des NRW-Familienministeriums hatten Mitte Dezember nur noch rund 30 Prozent der Kinder in NRW ein Betreuungsangebot genutzt. In NRW gibt es rund 10 500 Kindertageseinrichtungen mit rund 730 000 Kindern, die von etwa 160 000 Beschäftigten betreut werden.

Das „relativierte“ Versprechen des Ministers

Stamp, der auch stellvertretender Ministerpräsident ist, hatte vor Weihnachten mehrfach das Versprechen abgegeben, dass Schulen und Kitas in der Pandemie weiter offen blieben. Mit ihm werde es in der CDU/FDP-Landesregierung keine landesweiten Schließungen von Kitas und Schulen geben, hatte er immer wieder betont. Er räume ein, dass er diese Garantie „ein Stück weit“ relativieren müsse, sagte der Familienminister am Mittwoch.

Joachim Stamp (FDP), stellvertretender Ministerpräsident von Nordrhein-Weszfalen. Foto: dpa

Debatte über Kita-Gebühren

Wegen des bis Ende Januar verlängerten Corona-Lockdowns fordert die oppositionelle SPD im NRW-Landtag, die Gebühren für Kitas und die Offene Ganztagsschule für Dezember und Januar auszusetzen. Man könne die Eltern nicht einerseits auffordern, ihre Kinder nicht in die Kita zu bringen, sie aber gleichzeitig auf den Kosten sitzenlassen.

Familienminister Stamp versprach, sich für eine Aussetzung der Kita-Gebühren während des Lockdowns stark zu machen. „Dazu werden jetzt Gespräche mit den kommunalen Spitzenverbänden und dem Finanzminister geführt“, sagte Stamp am Mittwoch in Düsseldorf.

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