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Einsätze wegen Starkregens: Unwettergefahr am Wochenende

Essen/Bottrop(dpa/ln

Starkregen und Gewitter haben der Feuerwehr in manchen Landesteilen viel Arbeit bereitet. Keller liefen voll, Straßen waren überschwemmt. Auch am Wochenende bleibt die Gefahr von Unwettern bestehen.

Von dpa

Ein Feuerwehrmann geht über eine überflutete Straße. Foto: -/Feuerwehr Bottrop/dpa/Handout

Gewitter, Starkregen, Hagel: Auch am Wochenende müssen sich die Menschen in Nordrhein-Westfalen auf Unwetter einstellen. Nach der Vorhersage des Deutschen Wetterdienstes (DWD) könnte es vor allem am Samstag örtlich Gewitter und heftigen Starkregen geben. Der Schwerpunkt liege dabei wahrscheinlich in der Osthälfte des Landes. Am Donnerstagabend und in der Nacht zum Freitag hatten Unwetter bereits in Teilen des Ruhrgebiets und des Münsterlands zu zahlreichen Feuerwehr-Einsätzen wegen vollgelaufener Keller und überfluteter Straßen geführt. Auch für den Freitag warnte der DWD vor Gewittern.

Die Essener Feuerwehr wurde ab dem späten Donnerstagabend nach eigenen Angaben zu etwa 180 Einsätzen gerufen. Keller und Unterführungen liefen voll Wasser, Gullydeckel wurden hochgedrückt. In einigen Straßen stand das Wasser nach Angeben einer Sprecherin so hoch, dass Autos steckenblieben und die Feuerwehr den Insassen heraushelfen musste. Mehrere Menschen seien in einem Kiosk eingeschlossen gewesen, da der Wasserdruck von außen das Öffnen der Tür unmöglich machte. Die Eingeschlossenen hätten letztlich durch eine Hintertür ins Freie geleitet werden können.

In Mülheim an der Ruhr wurde die Feuerwehr in der Nacht zum Freitag zu mehr als 70 Einsätzen gerufen. In Laer im Kreis Steinfurt sei ein Bach übergelaufen und habe zu Überflutungen auf Straßen geführt und Keller volllaufen lassen, sagte ein Sprecher der Polizei am Freitagmorgen.

In Recklinghausen geriet während eines Gewitters der Dachstuhl eines Hauses in Brand - möglicherweise durch einen Blitzeinschlag. In Bottrop setzte ein Blitzeinschlag einen Baum in Brand. Insgesamt gingen bei den Einsatzkräften in Bottrop nach Angaben der Feuerwehr 60 Notrufe wegen des Unwetters ein. Wasser sei in Keller eingedrungen und habe Straßenzüge überschwemmt. In einer Straße habe sich das Wasser auf einer Länge von rund 200 Metern teilweise einen Meter hoch gestaut und mehrere angrenzende Gewerbebetriebe unter Wasser gesetzt.

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