1. www.wn.de
  2. >
  3. Nrw
  4. >
  5. Eintracht will Negativserie in Leverkusen stoppen

  6. >

Fußball

Eintracht will Negativserie in Leverkusen stoppen

In Leverkusen gab es für Eintracht Frankfurt schon lange nichts mehr zu holen. Der letzte Auswärtssieg datiert aus dem Jahr 2013. Im Kampf um einen Platz in der Königsklasse wollen die Hessen diese Serie am Samstag beenden.

dpa

Frankfurts Daichi Kamada. Foto: Marius Becker

Frankfurt/Main (dpa/lhe) - Die Rückkehr nach Europa steht vier Spieltage vor Saisonende bereits fest, doch mit der sicheren Teilnahme an der neuen Conference League will sich Eintracht Frankfurt nicht begnügen. «Das große Ziel heißt Champions League», betonte Eintracht-Trainer Adi Hütter vor dem Bundesliga-Gastspiel bei Bayer Leverkusen am Samstag (18.30 Uhr/Sky).

Der sechste Tabellenrang, die beste Platzierung seit der Saison 2013/14, ist den Hessen nicht mehr zu nehmen. Doch der Tabellenvierte will mehr. Dafür muss die Eintracht in Leverkusen jedoch ein anderes Gesicht zeigen als in den vergangenen Jahren. Die Bilanz in der Hütter-Ära liest sich nämlich desaströs - 1:4, 1:6 und 0:4 hieß es zuletzt. «Das waren bittere Nachmittage oder Abende», sagte Hütter im Rückblick. Der letzte Auswärtssieg in der BayArena liegt bereits mehr als sieben Jahre zurück. Im Dezember 2013 gelang der Eintracht ein 1:0.

Die Erinnerungen an die lange Durststrecke blendet der 51 Jahre alte Österreicher daher lieber aus. «Wir fahren trotzdem mit einem Gefühl dorthin und sind zuversichtlich, dass wir ein positives Ergebnis mitnehmen können», sagte Hütter. «Dafür brauchen wir aber eine bessere Leistung als in Mönchengladbach und gegen Augsburg.»

Mit 56 Punkten liegt die Eintracht knapp hinter dem VfL Wolfsburg (57) und vor Borussia Dortmund (52). Die beiden Rivalen um die Königsklasse treffen am Samstag direkt aufeinander. Hütter will aber gar nicht so sehr auf die Konkurrenz schauen. «Das bringt nichts, wenn man die eigenen Hausaufgaben nicht erledigt», mahnte er die volle Konzentration auf das Leverkusen-Spiel an.

Ob Offensivspieler Daichi Kamada mitwirken kann, ist noch fraglich. Der Japaner hat Probleme mit einem eingequetschten Finger. «Ob sich das ausgehen wird, weiß ich noch nicht», sagte Hütter am Donnerstag. Kamada spielte am vergangenen Dienstag beim 2:0-Sieg gegen den FC Augsburg mit einer Schiene und hatte dabei offenbar starke Schmerzen verspürt. «Man muss schauen, ob man das irgendwie anders in den Griff bekommt. Ansonsten muss ich eine andere personelle Lösung suchen», betonte Hütter.

Erste Alternative wäre Nationalspieler Amin Younes, der aufgrund von Adduktorenproblemen zuletzt aber nicht hundertprozentig fit war und nur zu Kurzeinsätzen kam. Definitiv fehlen wird dem Tabellenvierten Mittelfeldspieler Sebastian Rode, der nach der zehnten Gelben Karte gesperrt ist. Er dürfte durch Makoto Hasebe ersetzt werden. «Er hat jahrelang auf der Sechs gespielt und ist daher für diese Position sicher wieder ein Thema», sagte Hütter.

Gesetzt ist Abwehrchef Martin Hinteregger, der sein Comeback fünfwöchiger Verletzungspause am Dienstag gegen Augsburg mit dem Tor zum 1:0 gekrönt hatte. «Er hat sich beeindruckend zurückgemeldet und tut unserer Mannschaft gut, weil er ein sehr guter Verteidiger ist», lobte Hütter seinen Landsmann. Ansonsten ließ sich der Eintracht-Trainer aber wie gewohnt nicht in die Karten schauen. «Ich bin froh, eine Auswahl zu haben, die mir vielleicht die Möglichkeit gibt, zu rotieren, um den einen oder anderen zu schonen», kündigte er lediglich an.

© dpa-infocom, dpa:210422-99-310609/3

Startseite