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Ukraine-Krieg

EKD-Ratsvorsitzende: Keine Waffe wird Frieden schaffen

Köln (dpa/lnw)

Die Ukraine mit Waffen gegen den russischen Angriffskrieg zu unterstützen, bleibt nach Worten der Evangelischen Ratsvorsitzenden weiterhin richtig. Das Gebot «Du sollst nicht töten» bedeute auch, man dürfe nicht zusehen, wie unschuldige und wehrlose Menschen mitten in Europa getötet werden, sagte die Vorsitzende der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD), Annette Kurschus, am Samstag im «Morgenecho» auf WDR 5. Auch Deutschland müsse der Ukraine daher helfen, sich mit Waffen in dem «menschenverachtenden Krieg» gegen das eigene Land zu schützen.

Von dpa

Annette Kurschus, Ratsvorsitzende der Evangelischen Kirche. Foto: David Inderlied/dpa

Zugleich sei aber auch gewiss: «Keine Waffe wird den Frieden schaffen.» Gesprächskanäle dürften nicht zugeschüttet werden. Es gebe Gespräche auf mehreren Ebenen, auch unter «Menschen mit kirchlichen Bezügen». Die Weihnachtsbotschaft vom Frieden sei selten so nötig gewesen wie zum Ende dieses Jahres. Kurschus mahnte, inmitten von Krieg und «Durcheinander» dürfe man sich «nicht abfinden mit den Realitäten» und müsse sich bemühen, «zum Frieden beizutragen». Und kein einziger verzweifelter, kranker oder geflüchteter Mensch dürfe dieser Gesellschaft gleichgültig sein.

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