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Bildung

Elternverbände fordern gerechtes Schulkonzept in Pandemie

Düsseldorf (dpa/lnw) - Elternverbände haben die Schulöffnungsstrategie der nordrhein-westfälischen Landesregierung als unberechenbar und ungerecht kritisiert. In Abschlussklassen vollständige Präsenz der Schüler ohne Abstand zuzulassen, anderen Klassen aber zum Schutz der Gesundheit den Präsenzunterricht gänzlich zu verwehren, «ist nicht vermittelbar», schrieben mehrere Verbände am Sonntag in einem offenen Brief an Schulministerin Yvonne Gebauer (FDP). «Sich um den Schutz der Lehrer aber nicht der Schüler zu kümmern, ist nicht akzeptabel», hieß es weiter. Es sei auch nicht vertretbar, dass Schulen Freiheiten in der Organisation des Pandemiebetriebs bekämen, dabei aber weder unterstützt noch kontrolliert würden.

dpa

Yvonne Gebauer (FDP), Bildungsministerin von Nordrhein-Westfalen. Foto: Marcel Kusch

Die Verbände fordern die Einsetzung einer Arbeitsgruppe unter Führung Gebauers, die ein «grundsätzliches Konzept für eine verlässliche Schule in der Pandemie» erarbeiten solle. Im Zentrum müsse stehen, wie die Kinder unter Einhaltung des Gesundheitsschutzes «regelmäßig und gerecht in Präsenz beschult werden können» und wie die ergänzende Hausarbeit dazu aussehen solle. «Unsere Geduld und Belastbarkeit sind am Ende», hieß es weiter. «Nicht nur Ihr Haus hat die Pandemie unterschätzt.»

Nach 6 Wochen Distanzunterricht kehren in NRW mehr als 800 000 Schüler unter verschärften Schutzvorkehrungen am Montag in die Klassen zurück. Zunächst werden Grund- und Förderschüler sowie Schüler aus Abschlussklassen und Berufskollegs in den Präsenzunterricht zurückgeholt. Für die Grundschulen ist ein Wechsel aus Distanz- und Präsenzunterricht in halbierten Klassenstärken geplant. Insgesamt kehrt rund ein Drittel der etwa 2,5 Millionen Schüler in NRW wieder in die Klassen zurück. Die Jahrgänge von Klasse 5 bis 9 oder 10 bleiben weiter im Distanzunterricht.

© dpa-infocom, dpa:210221-99-530516/2

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