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Tausende Teilnehmer bei bundesweiten Kundgebungen

Erzieher streiken für mehr Geld

Münster/Berlin

Für mehr Wertschätzung und bessere Löhne für Erzieherinnen sind am Dienstag in Nordrhein-Westfalen mehr als 8000 Beschäftigte auf die Straße gegangen.

Foto: dpa

Tausende Erzieherinnen und Erzieher an kommunalen Kitas und andere Beschäftigte sozialer Berufe sind am Dienstag bundesweit für mehr Einkommen und bessere Bedingungen auf die Straße gegangen. Die Dienstleistungsgewerkschaft Verdi hatte zum Weltfrauentag am 8. März zu Warnstreiks und Protestkundgebungen auf­gerufen, um damit den Druck in den laufenden ­Tarifverhandlungen für die sozialen Dienste zu erhöhen.

Vereinzelt blieben Kitas deswegen geschlossen oder es wurde eine Notbetreuung angeboten – auch in der ­Offenen Ganztagsschule. Genaue Teilnehmerzahlen lagen zunächst nicht vor. Bundesweit wurden aber bestreikte Einrichtungen gemeldet. Auch in Münster protestierten laut Polizeiangaben rund 150 kommunal Beschäftigte aus Münster und Ahlen.

Die Tarifverhandlungen für die sozialen Dienste waren eigentlich für das Frühjahr 2020 geplant, nach dem Beginn der Corona-Pan­demie jedoch auf Eis gelegt worden. Die Gewerkschaften argumentieren, dass die ­Erzieherinnen und Erzieher insbesondere nach zwei Jahren Pandemie mehr Wertschätzung erfahren sollten. Verdi fordert für die rund 330 000 betroffenen Beschäftigten eine höhere Eingruppierung in den Besoldungsstufen – und damit keine prozentuale Lohnerhöhung. Die kommunalen Arbeit­geber argumentieren, dass Erzieherinnen und Erzieher bereits jetzt besser verdienten als vergleichbare Berufe im sozialen Bereich.

Derzeit sind noch zwei Gesprächsrunden geplant. Die nach bisherigem Stand voraussichtlich entscheidende Runde soll am 16. und 17. Mai in Potsdam stattfinden.

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