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Essener Sprachwissenschaftler Ulrich Ammon gestorben

Essen (dpa/lnw) - Der Linguistikforscher Ulrich Ammon ist tot. Er starb am 3. Mai im Alter von 75 Jahren, wie die Universität Duisburg-Essen (UDE) am Dienstag mitteilte. Ammon forschte und lehrte 34 Jahre an der UDE. «Mit ihm verliert die deutsche Sprachwissenschaft einen Wegbereiter der Soziolinguistik und einen ihrer profiliertesten Vertreter», teilte die Gesellschaft für Angewandte Linguistik (GAL) auf ihrer Homepage mit. Ammon war zeitweise Präsident der GAL.

dpa

Schon früh habe er untersucht, welche Schwierigkeiten das Dialektsprechen in Schule und Beruf mit sich bringt, so die UDE. In seinen späteren Projekten sei es unter anderem um die internationale Stellung von Sprachen, um Deutsch in internationalen Wirtschaftsbeziehungen und die schrumpfende Bedeutung von Deutsch in der internationalen Wissenschaftskommunikation gegangen.

Ammon war unter anderem Mitherausgeber des «Variantenwörterbuchs des Deutschen». Das Nachschlagewerk enthält etwa 12 000 Wörter und Wendungen, die in den jeweiligen Ländern oder Regionen als Standard gelten. Interessierte erfahren darin etwa, dass «Sahne» je nach Region auch Rahm, Obers oder Nidel genannt wird. Und die Bulette beispielsweise heißt auch Frikadelle, Fleischlaberl oder Hacktätschli.

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