1. www.wn.de
  2. >
  3. Nrw
  4. >
  5. Experte: Grüne auch nicht besser bei sozialen Medien

  6. >

Parteien

Experte: Grüne auch nicht besser bei sozialen Medien

Bonn (dpa) - Auch die Grünen haben nach Auffassung des Präsidenten der Bundeszentrale für politische Bildung, Thomas Krüger, noch Defizite im Umgang mit den sozialen Medien. Sie profitierten zurzeit zwar vom Megathema Klima, doch das müsse nicht immer so bleiben: «Sie zeichnen sich nämlich auch nicht dadurch aus, dass sie offensiver mit den sozialen Medien umgehen als die anderen Parteien. Da sticht eher die AfD hervor, der es gelungen ist, so viel Power in die sozialen Medien zu investieren wie alle anderen Parteien zusammen.»

dpa

Krüger empfiehlt den Parteien, sich neuen Kommunikationsformen stärker zu öffnen. «Solche Formate wie Youtube-Videos spielen eine immer größere Rolle», sagte er dem Redaktionsnetzwerk Deutschland (Donnerstag). «Sie zeigen an, dass in der Medienrezeption ein kultureller Wandel von erheblichem Ausmaß stattfindet.»

Die klassischen Medien hätten ihre Gatekeeper-Funktion verloren, das heißt, sie bestimmen demnach nicht mehr, was zu den Lesern, Hörern und Zuschauern durchdringt. «Man kann das beklagen. Aber man kann auch Konsequenzen daraus ziehen. Die Konsequenz für die Parteien muss lauten, offensiver mit den non-linearen Formaten umzugehen.»

Die Bundeszentrale für politische Bildung in Bonn will zu einem besseren Verständnis von Politik beitragen und die Demokratie fördern. Die Behörde untersteht dem Bundesinnenministerium.

Startseite