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Kirche

Finanzskandal in Bonn: Erzbistum einigt sich mit Pfarrer

Bonn/Köln (dpa/lnw) - Das Erzbistum Köln hat einen Streit mit dem ehemaligen Stadtdechanten von Bonn um die Verwendung von Mitteln aus einer Treuhandkasse beigelegt. Der Pfarrer leiste «durch die Zahlung eines mittleren fünfstelligen Betrages einen persönlichen Beitrag», teilte das Erzbistum am Mittwoch mit. Weitere Fragen wollte die Pressestelle nur schriftlich beantworten. Nach einer Anfang des Jahres abgeschlossenen Prüfung war der Kirchengemeinde St. Martin mit dem Bonner Münster insgesamt ein Schaden von 3,5 Millionen Euro entstanden.

dpa

Das Bonner Münster. Foto: Oliver Berg

Erhebliche Summen aus dem Substanzvermögen der Gemeinde seien regelwidrig zur Deckung laufender Kosten verwendet worden, hatte es damals geheißen. Damit habe offenbar vertuscht werden sollen, dass ein Laden und ein Tagungszentrum Verluste eingefahren hätten. Gelder auf Treuhandkonten seien teilweise für Reisen und Hotelrechnungen verwendet worden. Eigentlich hätten sie dazu dienen sollen, dass ein Pfarrer in sozialen Notfällen unbürokratisch Hilfe leisten könne. Die Kontobewegungen lagen den Angaben zufolge im sechsstelligen Bereich. Eine persönliche Bereicherung war dem früheren Dechanten nicht vorgeworfen worden.

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