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Frau erdrosselt: Ehemann wollte keine Scheidung

Senden (dpa/lnw)

Von dpa

Ein Schild mit dem Schriftzug "Polizei" hängt an einer Polizeiwache. Foto: Stefan Sauer/dpa-Zentralbild/dpa/Symbolbild

Mutmaßlich weil er den Wunsch seiner Frau nach Scheidung nicht akzeptieren wollte, soll ein 51-Jähriger in Senden die 46-Jährige erdrosselt haben. Dies haben laut Mitteilung von Dienstag der Staatsanwaltschaft Münster die bisherigen Ermittlungen nach der tödlichen Attacke am Montagmorgen in Senden im Münsterland ergeben. Der getrennt von seiner Ehefrau lebende Tatverdächtige hatte sich noch am Tattag bei der Polizei gestellt. Der 51-Jährige sei durch Zeugenaussagen direkt in den Fokus der Ermittler geraten, habe sich dann aber widerstandslos festnehmen lassen. Am Dienstag ordnete ein Richter Untersuchungshaft wegen Mordverdachts an.

Aufgrund der ersten Ermittlungsergebnisse, bestehe zur Zeit der Verdacht, dass kurz vor der tödlichen Attacke ein Gespräch über die Fortsetzung der Beziehung gescheitert war. Die Frau habe sich scheiden lassen wollen. Der Beschuldigte soll seine Frau danach in ihrer Wohnung unvermittelt angegriffen und gewürgt haben. Die Obduktion der Frau habe ergeben, «dass sie bis zur Bewusstlosigkeit gedrosselt wurde und an den Folgen dieser Drosselung verstarb», teilte Oberstaatsanwalt Martin Botzenhardt weiter mit. Der Beschuldigte äußere sich bislang nicht zu den Vorwürfen. Die Ermittlungen dauerten an.

Nach der Tat am Montag hatte eine Nachbarin der 46-Jährigen die Polizei alarmiert, weil sie die Frau nicht erreichen konnte. Rettungskräfte hatten sie dann mit lebensgefährlichen Verletzungen in ihrer Wohnung gefunden. Sie sei kurze Zeit später gestorben. Die Polizei hatte zwischenzeitlich auch mit einem Hubschrauber den Mann gesucht.

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