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Literatur

Fritz-Reuter-Literaturpreis für Flurnamen-Erforscher

Stavenhagen/Münster (dpa) - Der Fritz-Reuter-Literaturpreis 2020 geht nach Nordrhein-Westfalen. Die mit 2000 Euro dotierte Auszeichnung erhält der Historiker und Redakteur Gisbert Strotdrees aus Münster, wie der Leiter des Stavenhagener Fritz-Reuter-Literaturmuseums, Marco Zabel, am Montag erklärte. Geehrt werde der 60-Jährige für sein Buch «Im Anfang war die Woort. Flurnamen in Westfalen». Seine «Flurnamenforschung» erweise sich als übergreifendes, alle berührendes Forschungsgebiet. Diese zeige, auch in anderen Regionen, dass das Leben noch heute unmittelbar vom Niederdeutschen umgeben sei. Als Beispiele nannte Zabel Flurnamen wie Woort, Esch, Geist, Kamp, Brink oder Kopp, die meist mündlich durch die Jahrhunderte gereicht wurden und noch heute existieren.

dpa

Fritz Reuter (1810-1874) stammt aus Stavenhagen und gilt als bekanntester Niederdeutsch-Schriftsteller. Der Literaturpreis wird seit 1999 vergeben. Stifter sind das Fritz-Reuter-Literaturmuseum und die Reuterstadt Stavenhagen (Mecklenburgische Seenplatte) mit Unterstützung einer regionalen Bank. Geehrt werden Autoren für Werke in niederdeutscher Sprache, die als Lyrik, Prosa oder sprach- sowie literaturwissenschaftliche Arbeit angelegt sein kann. Der Preis wird am 7. November, dem Dichter-Geburtstag, in Stavenhagen übergeben. Bewerbungen gibt es traditionell aus vielen deutschen Bundesländern, in denen «Platt» gesprochen wird.

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