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Triathlon

Frodeno vor seinem Renncomeback: Motivation ungebremst

Buschhütten (dpa) - Jan Frodeno hat auch in seiner Verletzungspause nicht an ein Karriereende gedacht und keinerlei Motivationsprobleme auf dem Weg zu seinem Renncomeback an diesem Sonntag gehabt. «Im Gegenteil», betonte der 37 Jahre alte zweimalige Ironman-Weltmeister in einem Interview der Deutschen Presse-Agentur. Er sei ja trotz der Verletzung als Weltmeister in die Zwangspause gegangen, erklärte er mit Blick auf seinen Triumph bei der 70.3-WM über die halbe Ironman-Distanz am 2. September vergangenen Jahres.

dpa

Der Triathlet und Ironman-Weltmeister von 2016, Jan Frodeno. Foto: Daniel Karmann

Danach hatte ihn eine Stressfraktur in der Hüfte vom Start bei der Ironman-WM abgehalten. Er habe aber auf Hawaii gemerkt, «dass ich definitiv noch nicht bereit bin aufzugeben oder aufzuhören. Einfach, weil das Feuer brennt», erklärte Frodeno. Er hatte den zweiten WM-Titel nacheinander von Landsmann Patrick Lange als Zuschauer und TV-Experte vor Ort verfolgt. «Am Streckenrand zu stehen, tut mehr weh als auf der Strecke unterwegs zu sein. Solange das noch der Fall ist, werde ich auch weiterhin Vollgas geben», kündigte Frodeno an.

So wie am Sonntag beim Triathlon im südwestfälischen Buschhütten (Start 14.30 Uhr). Frodeno wagt sich dabei auf länger nicht mehr gewohntes Terrain über die Kurzdistanz. Nach einem Kilometer Schwimmen geht es über 40 Kilometer Radfahren zum abschließenden 10-Kilometer-Lauf. Vor einem Jahr belegte Lange in Buschütten Platz drei. Die beiden Erstplatzierten, Sieger Andreas Böcherer und Florian Angert, sind auch in diesem Jahr wieder dabei.

«Gegen die schnellen Jungs auf dieser Distanz anzutreten, ist auf jeden Fall eine Herausforderung», sagte Frodeno. 2008 hatte der gebürtige Rheinländer über die Olympische Distanz bei den Spielen in Peking Gold geholt, 2013 ging er zum bisher letzten Mal über die Kurzdistanz an den Start. Er habe einfach etwas Unangenehmes gesucht zu diesem Zeitpunkt in der Saison, «in dem ich noch einmal an der Intensität schrauben und aus meiner Komfortzone raus muss».

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