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Regierung

Geldautomatensprengungen: NRW fordert «nationale Vernetzung»

Düsseldorf/Würzburg (dpa/lnw)

Das Land NRW setzt sich für eine stärkere Zusammenarbeit des Bundes und der Länder im Kampf gegen Geldautomatensprenger ein. Es gehe um eine «nationale Vernetzung» heißt es nach dpa-Informationen in einem Papier des Düsseldorfer Innenministeriums für die heute startende Innenministerkonferenz in Würzburg.

Von dpa

Eine Frau steckt ihre Girokarte in einen Geldautomaten. Foto: Fernando Gutierrez-Juarez/dpa-Zentralbild/dpa/Illustration

NRW hat den Punkt «Bekämpfung des Deliktphänomens Sprengungen von Geldausgabeautomaten» auf die Tagesordnung setzen lassen. Nach einem Rückgang der Fallzahlen während der Pandemie hatten die Sprengungen in NRW zuletzt wieder zugenommen. Es gab aber auch mehrere Taten zum Beispiel in Rheinland-Pfalz. Das Düsseldorfer Innenministerium spricht sich in dem Papier für eine Bund-Länder-Initiative aus, um sich besser abzustimmen.

Gemeinsam müsse man mit anderen Ressorts, Behörden und den Banken sowie «den Herkunftsländern der Straftäter» an einen Tisch. Das Innenministerium spricht in seiner Vorlage von einer «konzertierten Aktion», «um Gefahren für Leib und Leben der Bevölkerung zu minimieren, Straftaten zu verhindern und Straftäter effektiv zu verfolgen.»

Tatsächlich wird das Vorgehen der Automatensprenger immer rücksichtsloser: Statt Gas benutzen sie nach früheren Angaben des Landeskriminalamts (LKA) immer häufiger Sprengstoff, der teilweise ganze Gebäude schwer beschädigt. Zuletzt war es in NRW bei einer solchen Straftat zu einem Schusswechsel mit der Polizei gekommen. In einem anderen Fall rettete sich ein Beamter in letzter Sekunde vor einem heranrasenden Fluchtfahrzeug.

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