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Gericht: Schüler-Quarantäne trotz Lüftens rechtens

Düsseldorf (dpa/lnw) - Ein Schüler ist laut einer Gerichtsentscheidung nach dem Unterricht bei einem positiv auf das Coronavirus getesteten Lehrer zu Recht in Quarantäne gesteckt worden - obwohl das Klassenzimmer durchgängig gelüftet war. Das erklärte das Verwaltungsgericht Düsseldorf am Freitag, das sich mit dem Fall beschäftigt hatte. Das Gesundheitsamt der Stadt hatte für den Schüler nach der 45-minütigen Schulstunde eine 14-tägige häusliche Quarantäne angeordnet. Dagegen war der Schüler juristisch vorgegangen.

dpa

Eine goldfarbene Justitia-Figur steht vor Aktenbergen, die sich auf einem Tisch stapeln. Foto: Britta Pedersen

Zur Begründung hieß es, dass sich die Kammer an den Erkenntnissen des Robert Koch-Instituts orientiert habe. Es sei zwar möglich, dass «wegen des konstanten Lüftens des Klassenraumes durch das Offenhalten jeweils eines Flügels von drei Flügelfenstern und der gegenüberliegenden Klassenzimmertüre eine gewisse Reduktion des Infektionsrisikos» erreicht worden sei. Ob die Lüftung aber ausgereicht habe, könne «im Rahmen der effektiven Gefahrenabwehr» nicht beurteilt werden. Der durch das Lüften erreichte Luftaustausch hänge unter anderem von der Witterung ab.

Gegen den Beschluss kann Beschwerde beim Oberverwaltungsgericht in Münster eingelegt werden.

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