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Durchsuchungen

Großeinsatz wegen Drogen in Essen dauert an: Zehn Festnahmen

Essen (dpa/lnw)

Hunderte Beamte von Polizei, Staatsanwaltschaft und Zoll rücken Dienstagabend aus. In Essen und Gelsenkirchen werden zahlreiche Objekte durchsucht. Zehn Personen werden festgenommen, Hunde beschlagnahmt. Es geht um Drogen und Verstöße gegen das Waffengesetz.

Von dpa

Eine Reihe von Polizeiautos steht am Einsatzort. Foto: Justin Brosch/dpa

Bei einem Polizei-Großeinsatz gegen Drogenhändler im Ruhrgebiet sind insgesamt zehn Personen festgenommen worden. Die umfangreichen Ermittlungen seien noch nicht abgeschlossen, die Durchsuchungen würden auch am Mittwoch noch fortgesetzt, teilte die federführende Polizei in Essen am Mittwoch mit. Ein Polizeisprecher hatte zuvor bereits angekündigt: «Wir sind dabei, das Material auszuwerten. Das wird noch einige Zeit in Anspruch nehmen». Vier Haftbefehle seien vollstreckt, weitere sechs Personen vorläufig festgenommen worden, hieß es weiter.

Über die Identität der Tatverdächtigen sowie die Ergebnisse der Durchsuchungsmaßnahmen könne zum jetzigen Zeitpunkt aus ermittlungstaktischen Gründen noch nichts Näheres mitgeteilt werden, ergänzte die Polizei.

Am Dienstagabend waren mehrere Hundert Einsatzkräfte ausgerückt - darunter wegen vermuteter Gewaltbereitschaft und Waffenbesitz der Verdächtigen auch das Spezialeinsatzkommando (SEK). Sie haben bis in die Nacht zum Mittwoch elf Objekte (drei Gewerbeobjekte, acht Wohnungen) in Essen und Gelsenkirchen durchsucht. Auch ein Spezialfahrzeug mit einer ausfahrbaren Rampe zum Überwinden einer Mauer wurde vom SEK eingesetzt, wie Bilder zeigen.

Wie ein Polizeisprecher bestätigte, sind zudem sechs freilaufende Hunde eingefangen und zunächst beschlagnahmt worden. Zwei Beamte wurden bei der Aktion leicht verletzt. Ob es Kampfhunde waren, war zunächst unklar. Zwei der Hunde seien ins Tierheim gekommen, die anderen vier Tiere seien wieder ausgehändigt worden.

Es gehe um bandenmäßiges Handeln mit Betäubungsmitteln und Verstöße gegen das Waffengesetz, hatten Polizei und Staatsanwaltschaft Essen bereits am Dienstagabend mitgeteilt. Der Schwerpunkt der Maßnahmen lag in den Essener Stadtteilen Altenessen, Katernberg und Kray.

Die Beamten von Staatsanwaltschaft und Polizei seien durch Kolleginnen und Kollegen des Ordnungsamtes und des Zolls unterstützt worden. Beweis- und Tatmittel wurden sichergestellt und müssten nun ausgewertet werden.

Der Einsatz sei das Ergebnis von intensiven und monatelangen Ermittlungen, hieß es weiter. Eine genaue Bilanz wollen die Behörden erst in einigen Tagen ziehen.

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