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Hauptbahnhof Hamm

Waffe hing aus der Hosentasche: Bundespolizei stellt Softair-Pistole sicher

Hamm

Weil in der Tasche eines Mannes eine vermeintliche Pistole steckte, schritt die Bundespolizei ein. Die Waffe stellte sich als ungefährlich heraus - dennoch erwarten den 34-Jährigen nun rechtliche Konsequenzen.

Auch Anscheinswaffen können, wie im aktuellen Fall in Hamm, rechtliche Folgen haben. Foto: Bundespolizei

Am Samstagmittag (19.11.) wurden Beamte der Bundespolizei Münster in der Haupthalle des Hammer Hauptbahnhofs auf einen Mann (34) aufmerksam. Der Grund: Aus der Hosentasche des Mannes schaute ein "augenscheinlich schusswaffenähnlicher Gegenstand", wie die Beamten berichten.

Die Einsatzkräfte stoppten den Mann unter gebotener Vorsicht und stellten die Waffe sicher. Hierbei handelte es sich um eine sogenannte Softair-Waffe. Das Magazin der Waffe war mit Kunststoffgeschossen befüllt und der 34-Jährige trug die Waffe so, dass er sie sofort hätte greifen können.

Gegen den polizeibekannten Mann aus Bestwig wurde ein Ordungswidrigkeitenverfahren aufgrund des Verstoßes gegen das Waffengesetz eingeleitet.

Softair-Waffen: Auch die Optik spielt eine Rolle

In diesem Zusammenhang weist die Bundespolizei darauf hin, dass Softair-Waffen "mit einer Geschossenergie unter 0,5 Joule" keiner Altersbeschränkung unterliegen. Dennoch würden sie oft erst ab dem 14. Lebensjahr verkauft, wie es weiter heißt.

Anders sieht das für Softair-Waffen aus, die mit höherer Energie höhere Schussreichweiten erzielen: "Liegt der Joule-Wert zwischen 0,5 und 7,5 sind die Waffen zwar frei erhältlich, jedoch erst ab 18. Darüber hinaus darf eine solche Softair ohne einen Waffenschein nicht öffentlich geführt werden. Das heißt, die Waffe sowie deren Zubehör dürfen beim Transport weder schuss- noch zugriffsbereit sein. Zusätzlich muss das Prüfzeichen 'F' in einem Fünfeck vermerkt sein."

Auch die Optik kann bei Soft-Air-Waffen rechtliche Konsequenzen nach sich ziehen: "Nämlich dann, wenn diese Spielzeuge echten Waffen täuschend ähnlichsehen. Hier kommen die Bestimmungen in Bezug auf Anscheinswaffen zur Anwendung. Diese legen fest, dass Gegenstände, welche sich von echten Waffen kaum unterscheiden lassen, in der Öffentlichkeit nicht mitgeführt werden dürfen." Solche Waffen müssen in einem geschlossenen Behältnis transportiert werden. Wird dagegen verstoßen, handelt es sich um eine Ordnungswidrigkeit, die mit einem Bußgeld geahndet wird. 

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