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Umfrage zur medizinischen Versorgung

Patienten-Zufriedenheit nimmt ab

Dortmund

Einen Hausarzt vor Ort zu haben, ist den Menschen in Westfalen-Lippe extrem wichtig. Dennoch ist die Unzufriedenheit mit der gesamten medizinischen Versorgung in den vergangenen Corona-Jahren deutlich gestiegen. Wie sehr, zeigt eine Forsa-Umfrage.

Von Elmar Ries

Der Hausarzt vor Ort ist den Menschen wichtig – die Unzufriedenheit mit den Hausärzten vergleichsweise hoch Foto: dpa

Die Zufriedenheit der Menschen in Westfalen-Lippe mit ihrer medizinischen Versorgung hat in der Corona-Zeit deutlich nachgelassen. Lag sie über alle Bereiche hinweg nach der ersten Corona-Welle im Jahr 2020 noch bei 78 Prozent, sank der Wert im Juli 2022 auf nur noch 63 Prozent. Das ist das Ergebnis einer repräsenta­tiven Forsa-Umfrage im Auftrag der AOK Nordwest, die die Krankenkasse am Dienstag vorstellte.

Während die Zufriedenheit mit den Apotheken mit 92 Prozent in den vergangenen drei Jahren nahezu gleichbleibend hoch war, sank sie bei den Hausärzten von über 80 Prozent im Jahr 2019 auf 71 Prozent in diesem Jahr. Noch un­zufriedener sind die Menschen in Westfalen-Lippe mit den Fachärzten vor Ort: Nur noch 53 Prozent der Befragten äußerten sich positiv. 2019 und 2020 lag der Wert hier noch bei knapp 65 Prozent. Der Vorstandsvorsitzende der AOK-Nordwest, Tom Ackermann, führte dies vor allem auf die schlechte Versorgung länd­licher Räume mit Fach­medizinern zurück. In der Befragung wurde die Kate­gorie „zufrieden/unzufrieden“ nicht weiter spezifiziert.

Auf die Frage nach den Entscheidungskriterien für die Wahl eines Arztes gaben 86 Prozent „die gute Erreichbarkeit“ an. Noch ausschlaggebender ist hier die „nachweislich gute Qualität“ des Arztes (96 Prozent).

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