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Heinen-Esser: Anzeichen für Klimawandel nicht ernstgenommen

Düsseldorf (dpa/lnw) - Nordrhein-Westfalens Umweltministerin Ursula Heinen-Esser (CDU) fordert nach der Europawahl eine Kurskorrektur ihrer Partei. Die deutlichen Anzeichen, dass sich bei Klima und Umwelt etwas ändert, habe die Politik - mit Ausnahme der Grünen - «absolut nicht ernstgenommen», sagte die CDU-Politikerin am Montag der Deutschen Presse-Agentur in Düsseldorf. «Auf Bundesebene hat die CDU viele Jahre praktisch keine aktive Klima- und Umweltpolitik gemacht.»

dpa

Bei den Bürgern sei der Klimawandel spätestens im vergangenen Sommer deutlich spürbar angekommen: in NRW mit flächendeckender Dürre und Borkenkäferplage in den Wäldern, Niedrigwasser im Rhein, Benzin-Knappheit an den Tankstellen und verspäteten Flügen infolge starker Gewitter in der Haupturlaubszeit.

Programmatisch sei die CDU mit der Bewahrung der Schöpfung in ihrem Grundsatzprogramm eigentlich gut aufgestellt, sagte Heinen-Esser. Nachholbedarf habe die CDU aber, dies deutlicher in ihre aktive Politik miteinfließen zu lassen. Sie werde nun darauf dringen, dass sich das ändere, sagte die Politikerin. Das Wahlergebnis mit dem starken Wählervotum pro Grüne und Klimaschutz helfe ihr, Themen zu setzen. «Das gibt mir als Ministerin Rückenwind.»

Sie werde sich auch dafür einsetzen, den bis 2038 angepeilten Ausstieg aus der Kohleverstromung möglichst schneller zu realisieren. Voraussetzungen seien aber, dass der Ausbau der erneuerbaren Energien und Stromnetze gelinge und alle betroffenen gesellschaftlichen Gruppen auf dem Weg mitgenommen werden könnten.

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