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HSV-Aufstiegshoffnungen schwinden: St. Pauli patzt

Hamburg (dpa/lno)

Der HSV kann nicht mehr siegen. Schlimmer: Der Aufstieg rückt in weite Ferne. St. Pauli leistet sich in Rostock auch einen Patzer, ist aber immer noch mitten im Aufstiegsrennen dabei.

Von dpa

Paderborns Jamilu Collins (l-r), Hamburgs Bakery Jatta und Paderborns Uwe Hünemeier kämpfen um den Ball. Foto: Axel Heimken/dpa

Bitterer Tag für die Hansestadt: Der Hamburger SV ist kurz davor, zum vierten Mal in Serie den Aufstieg in die Fußball-Bundesliga zu verpassen, und auch Stadtrivale FC St. Pauli ist aus der Erfolgsspur gekommen. Die Kiezkicker verloren am Samstagabend bei einem starken FC Hansa Rostock verdient 0:1 (0:0) und verpassten den erhofften Sprung zurück an die Tabellenspitze. «Wir hatten zu wenig Chancen und machen kein Tor, dann verliert man schon mal», urteilte Coach Timo Schultz, der bereits an das Top-Match am kommenden Samstag gegen Werder Bremen dachte. «Wir müssen das Rostock-Spiel abhaken, dann beginnt am Montag die volle Konzentration auf Werder Bremen», meinte Schultz.

Für den FC St. Pauli ist trotz des Rückschlags noch alles drin, für den Lokalrivalen HSV sieht es deutlich schlechter aus. Die 1:2-Pleite am Samstag gegen den SC Paderborn war ernüchternd. Der HSV-Offensive fehlte es an Ideen, Durchsetzungsvermögen und Präzision. Seit fünf Spielen ist die Mannschaft von Trainer Tim Walter nunmehr ohne Sieg.

Nur zwei Punkte von möglichen 15 Zählern wurden in den vergangenen Wochen erobert. Von Tabellenplatz zwei mit nur einem Punkt Rückstand auf den Spitzenreiter stürzten die Hamburger in sechs Wochen auf Platz sechs mit neun Punkten Differenz zum Relegationsrang ab. Der Glaube an den Aufstieg ist nur noch bei Hardcore-Optimisten da.

«Wir waren in vielen Situationen etwas fahrig», gestand Walter und meinte: «Wir haben heute überhaupt kein Glück gehabt.» Die gewünschte Lockerheit ist der Mannschaft abhanden gekommen. «Es geht darum, Kontinuität reinzubringen. Die Entwicklung geht nicht nur in eine Richtung, die kann auch mal stocken», sagte Walter. «Das Leben ist kein Wunschkonzert, man muss hart arbeiten.»

Die Hamburger können sich schon am Dienstag (18.30 Uhr) in eine bessere Position bringen. Dann steht vor heimischer Kulisse das Nachholspiel gegen Erzgebirge Aue an. Dann hofft der Verein auf ein praller gefülltes Stadion. Lediglich 27.100 Zuschauer waren gegen Paderborn da. Das sind noch nicht die Regionen, die sich der HSV wünscht, auch wenn Walter befand: «Die Ultras sind da, und das Stadion bebt.»

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