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Bielefelder Soldat wurde bei Karfreitagsanschlag in der Nähe von Kundus getötet

„Ich denke jeden Tag an Martin“

Bielefeld/Kundus

Nach fast 20 Jahren hat die Bundeswehr ihren Afghanistan-Einsatz beendet. Mehr als 50 deutsche Soldaten verloren beim Einsatz am Hindukusch ihr Leben, darunter auch Martin Augustyniak. Bevor er beim Karfreitagsanschlag 2010 starb, hatte er einem Kameraden noch das Leben gerettet.

Von Stefan Biestmann

Abschied nehmen: Der Bielefelder Martin Augustyniak wurde als einer von drei deutschen Soldaten beim Karfreitagsanschlag in Kundus ge­tötet. Bei der Trauerfeier im April 2010 im niedersächsischen Selsingen legte ein Soldat den Stahlhelm auf den Sarg. Foto: Foto: Kay Nietfeld/dpa

Ursula Wolf war immer gegen den Afghanistan-Einsatz der Bundeswehr. Aber sie respektierte den Entschluss ihres Sohnes, am Hindukusch Dienst zu leisten. „Ich hatte kein gutes Gefühl, als Martin damals abreiste“, erinnert sich die 64-jährige Bielefelderin. Ihr Sohn Martin Augustyniak übergab ihr im Februar 2010 zum Abschied ein großes Foto von ihm. „Er hat mich in den Arm genommen und gesagt: Wenn ich nicht aus Afghanistan zurückkomme, kannst du das Bild an die Wand hängen.“ Martin Augustyniak kam nicht mehr zurück.

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