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Justiz

Im Kittchen ist noch Platz - Belegung bei gut 70 Prozent

Düsseldorf (dpa/lnw)

Wegen der Corona-Pandemie war hinter Gittern Platz geschaffen worden, um Virus-Ausbrüche im Strafvollzug beherrschbar zu halten. Dort ist nun immer noch Platz.

Von dpa

Ein Stacheldrahtzaun umzäunt das Gelände einer Justizvollzugsanstalt. Foto: Bernd Weißbrod/dpa/Symbolbild

In den nordrhein-westfälischen Gefängnissen ist derzeit reichlich Platz. Die Belegung der fast 18.950 Haftplätze lag im Dezember (Stichtag 14.12.) bei 71,5 Prozent. Das waren 13.550 Gefangene, wie das NRW-Justizministerium auf dpa-Anfrage mitteilte.

Dies dürfte noch der Corona-Pandemie geschuldet sein. Wegen ihr war mit einem ganzen Maßnahmenbündel in den 36 NRW-Gefängnissen Platz geschaffen worden, um mit dem Coronavirus infizierte Gefangene isolieren zu können. «Wir haben immer noch einige Quarantäne-Stationen, die frei gehalten werden», sagte Wolfgang Schorn, Sprecher der Justizvollzugsdirektion des Landes.

Die Auslastungsquote der Gefängnisse war im Jahr 2020 von fast 90 Prozent auf unter 80 Prozent gesenkt worden - und liegt nun, mehr als zwei Jahre später, noch niedriger. «Das ist von Gefängnis zu Gefängnis sehr unterschiedlich. Einige sind recht gut gefüllt», hieß es.

Die Auslastung der Gefängnisse unterliegt im Jahresverlauf Schwankungen. So ist sie zum Jahresende und Jahresbeginn als Folge der Weihnachtsamnestie geringer. In diesem Jahr waren wegen der Amnestie 291 Menschen vorzeitig freigekommen.

Auf die Zahl der Sicherungsverwahrten dürfte sich die Pandemie nicht ausgewirkt haben. Sie lag zum Stichtag bei 154 Gefangenen - ausschließlich Männern. Im Vergleich zum Vorjahr mit 148 Sicherungsverwahrten war dies ein leichter Anstieg.

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