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Extremismus

Innenpolitiker: Islamismus nicht aus dem Blick verlieren

Berlin (dpa)

Der Grünen-Innenexperte Konstantin von Notz hat den Anti-Terror-Einsatz im Ruhrgebiet als wichtigen Beleg bewertet, dass Gefahren des Islamismus fortbestehen. «Um die konkrete Bedrohung, die von den Beschuldigten ausgegangen ist, bewerten zu können, müssen zunächst die weiteren Ermittlungsergebnisse abgewartet werden», sagte von Notz am Sonntag den Zeitungen der Funke-Mediengruppe. «Noch einmal wird deutlich, dass wir bei allen aktuellen, sehr ernstzunehmenden Bedrohungen aus dem Bereich des militanten, gut vernetzten Rechtsextremismus, keineswegs von islamistischen Täterinnen und Tätern ausgehende Gefahren aus dem Blick verlieren und unterschätzen dürfen», mahnte der Grünen-Politiker. «Es bleibt ebenso richtig wie wichtig, dass die Sicherheitsbehörden auch diesen Bereich weiterhin sehr genau im Blick behalten und wir als wehrhafte Demokratie entschlossen handeln», fügte der Fraktionsvize hinzu.

Von dpa

Anti-Terror-Ermittler hatten zuvor in Castrop-Rauxel im nördlichen Ruhrgebiet einen 32-Jährigen festgenommen, der einen islamistischen Anschlag vorbereitet haben soll. Der iranische Staatsangehörige sei verdächtig, sich für die Tat die Giftstoffe Cyanid und Rizin besorgt zu haben, teilten Generalstaatsanwaltschaft und Polizei mit. In der Wohnung des Verdächtigen fanden die Ermittler keine Giftstoffe, wie ein Sprecher der Generalstaatsanwaltschaft Düsseldorf am Sonntag der Deutschen Presse-Agentur sagte.

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