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Junge Union für Wüst als Parteichef der NRW-CDU

Düsseldorf (dpa/lnw) - Die offene Führungsfrage in der nordrhein-westfälischen CDU motiviert immer mehr Christdemokraten, sich für eine personelle Neuaufstellung zu positionieren. Der Landesvorsitzende der Jungen Union (JU), Johannes Winkel, sagte der «Rheinischen Post», er würde sich freuen, wenn mit Verkehrsminister Hendrik Wüst «ein ehemaliger Landesvorsitzender der JU auch Chef der CDU würde.» Der 45-Jährige habe unter Beweis gestellt, wie mit neuen Ideen eine generationengerechte Politik umzusetzen sei.

dpa

Der nordrhein-westfälische Verkehrsminister Hendrik Wüst (CDU, l) spricht auf der Ministerbank mit Ministerpräsident Armin Laschet (CDU). Foto: Roland Weihrauch

Es wird erwartet, dass Ministerpräsident Armin Laschet den Landesvorsitz abgeben wird, nachdem er inzwischen neben dem Ministerpräsidentenamt auch noch den CDU-Bundesvorsitz führt und zum Kanzlerkandidaten der Union ausgerufen worden ist. Öffentlich hat der 60-Jährige das bislang allerdings nicht angekündigt.

Am Montagabend tagt der Landesvorstand der NRW-CDU in einer digitalen Sitzung. Formal geht es um die organisatorische Vorbereitung des Parteitags des mitgliederstärksten CDU-Landesverbands sowie der Versammlung, die die NRW-Kandidatenliste für die Bundestagswahl zu beschließen hat. Ob der Landesvorstand am Montag zunächst nur die Termine und die Veranstaltungsform festlegt oder auch schon Weichen stellt für eine mögliche personelle Neuaufstellung an der Spitze, ist noch unklar.

Als möglicher Nachfolger an der Parteispitze wird neben Wüst vor allem NRW-Innenminister Herbert Reul genannt. Der 68-Jährige wirbt aber dafür, keine voreiligen Entscheidungen zu treffen, sondern das Ergebnis der Bundestagswahl am 26. September abzuwarten. Das würde Laschet alle Optionen in NRW offenhalten, falls die Mission Kanzlerschaft misslingen sollte.

Andere Christdemokraten fordern dagegen, schnell Klarheit zu schaffen. Einigkeit äußerten alle darin, dass ein Kampf um die Nachfolge Laschets im Parteivorsitz und gegebenenfalls im Amt des Ministerpräsidenten vermieden werden sollte. «Ich kenne niemanden, der sagt: Den Prozess der Kanzlerkandidatenkür sollten wir uns bei der Frage des Landesvorsitzes zum Vorbild nehmen», unterstrich auch JU-Landeschef Winkel.

© dpa-infocom, dpa:210505-99-476567/2

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