1. www.wn.de
  2. >
  3. NRW
  4. >
  5. Justizminister eröffnet weiteres «Haus des Jugendrechts»

  6. >

Justizminister eröffnet weiteres «Haus des Jugendrechts»

Münster (dpa/lnw)

Um Jugendliche, die auf die schiefe Bahn geraten sind, kümmert man sich künftig in Münster in einem «Haus des Jugendrechts». Zur Eröffnung kamen am Donnerstag NRW-Justizminister Peter Biesenbach (CDU) und Innen-Staatssekretär Jürgen Mathies. In dem Haus arbeiten Jugendhilfe, Polizei, Caritas und Staatsanwaltschaft am gemeinsamen Ziel, dass aus kriminellen Jugendlichen keine Intensivtäter mit verfestigten kriminellen Karrieren werden.

Von dpa

Peter Biesenbach (CDU), NRW Justizminister spricht bei einer Pressekonferenz. Foto: Caroline Seidel-Dissmann/dpa/Archivbild

Jugendliche Intensivtäter sollen künftig enger kontrolliert und zugleich in ihrer persönlichen und sozialen Lage unterstützt werden. Derzeit existieren bereits fünf solcher Häuser in Nordrhein-Westfalen: in Köln, Paderborn, Dortmund, Essen und Oberhausen.

«Jugendliche von heute sind die Erwachsenen von morgen. Wir müssen uns ihrer besonders annehmen», teilte Biesenbach mit. Der gemeinsame Blick auf junge Tatverdächtige, die eine überdurchschnittlich hohe Anzahl von Straftaten begehen, werde die Sicherheitslage in der Stadt Münster verbessern.

«Hier werden junge Menschen wegen ihrer Taten nicht abgeschrieben, sondern aufgefangen. Von Frauen und Männern, die sich aufrichtig für die Jugendlichen und ihre Geschichten interessieren», berichtete Innen-Staatssekretär Jürgen Mathies.

«Das eine zu tun, ohne das andere zu lassen - wenn nötig hart durchzugreifen, aber immer Chancen und Möglichkeiten aufzuzeigen. Das ist das Prinzip von Bekämpfung und Prävention der Jugendkriminalität.»

Die Zahl junger Tatverdächtiger unter 21 Jahren war in Münster im vergangenen Jahr auf dem niedrigsten Stand der letzten 20 Jahre, berichtete Polizeipräsident Falk Schnabel. Mit dem Haus des Jugendrechts seien jetzt ideale Voraussetzungen geschaffen, dass dieser Trend anhält.

Startseite
ANZEIGE