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Kein Ehrengrab für Reinhard «Stan» Libuda

Gelsenkirchen (dpa/lnw)

Von dpa

Reinhard Libuda (l) kommt vor den Gegenspielern Hans-Günter Becker (M) und Wolfgang Neumann (r) an den Ball. Foto: -/dpa/Archivbild

Reinhard «Stan« Libuda rückt 25 Jahre nach seinem Tod wieder ins Rampenlicht. Es geht um das Grab des wohl beliebtesten Fußballers in der Tradition des FC Schalke 04. Die Liegezeit von 25 Jahren läuft im Herbst ab, das Grab droht für immer eingeebnet zu werden. «Das A und O ist, was will die Familie? Ein Antrag auf Verlängerung liegt uns bislang nicht vor», sagte ein Sprecher der Stadt Gelsenkirchen und bestätigte Berichte der «Sportschau» und der «Westdeutsche Allgemeinen Zeitung».

Doch der 1996 verstorbene Libuda war ja nicht irgendwer rund um Schalke, darum laufen auch Gespräche zwischen Stadt, Verein und der «Stiftung Schalker Markt», die die Erinnerung an die Fußball-Tradition in Gelsenkirchen fördert. «So einen Spieler darf man nie vergessen, nie», sagte Stiftungsvorstand Bodo Menze, viele Jahre Jugendleiter bei Schalke 04. Doch ein Ehrengrab bekommt Libuda trotzdem nicht.

Seine letzte Ruhestätte kann nämlich nicht zum Ehrengrab erklärt werden, das verhindert die Satzung der Stadt - und ein Fehler von Libuda vor 50 Jahren. «Vorbestrafte können kein Ehrengrab in Gelsenkirchen bekommen», sagte ein Stadtsprecher. Doch Libuda war Anfang der 1970er Jahre in den Bundesligaskandal verstrickt, leistete damals einen Meineid. Das verfolgt ihn sogar bis ins Grab, dessen Zukunft ungewiss ist.

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