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Kevelaer auf Wallfahrt ohne Pilgergruppen vorbereitet

Kevelaer (dpa/lnw) - Kevelaer stellt sich in der Corona-Pandemie auf eine Wallfahrt ohne organisierte Pilgergruppen ein: Die großen Pilgergruppen, die gemeinsam in Bussen anreisen, zu Fuß laufen oder mit dem Fahrrad fahren, werde es nach seiner Einschätzung nicht geben, sagte Wallfahrtsleiter Rainer Killich am Dienstag: «Zum großen Teil wird die organisierte Wallfahrt, wie wir sie kennen, nicht stattfinden.» Trotzdem sei der Wallfahrtsort Kevelaer offen und erwarte Menschen, die individuell kommen.

dpa

Rainer Killich, Kevelaer Wallfahrtsleiter. Foto: Roland Weihrauch

Der Vorsitzende der Deutschen Bischofskonferenz Georg Bätzing werde die Wallfahrtszeit am 1. Mai unter dem Leitwort «Ich bin, wo Du bist» in einer feierlichen Online-Messe eröffnen. Mit normalerweise rund 800 000 Pilgern jährlich zählt Kevelaer am Niederrhein zu den großen Pilgerorten in Deutschland.

Als Zeichen für die Offenheit der Wallfahrt werde die Tür der Basilika an vielen Stunden des Tages offen stehen - auch wenn der Zugang nach jetzigem Stand geregelt werden müsse, sagte Killich. Pilger, die in Eigeninitiative anreisen, könnten in Kirchen und Kapellen privat beten. Es deute sich aber an, dass bald gemeinsame Gottesdienste unter entsprechenden Schutzauflagen möglich sein könnten.

Von den in der Regel über 800 Pilgergruppen hatten sich den Angaben nach schon Hunderte angemeldet, die jetzt nach und nach wieder absagten. Dabei sei die Enttäuschung der Leute spürbar, sagte der Wallfahrtsleiter. Die Tamilenwallfahrt im August mit 6000 erwarteten Pilgern werde nicht stattfinden.

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