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Landesarbeitsgericht

Kinderpornografie-Besitz: Lehrer wehrt sich gegen Rauswurf

Düsseldorf (dpa/lnw)

Ein wegen Kinderpornografie-Besitz verurteilter Lehrer wehrt sich gegen seinen fristlosen Rauswurf aus einem kirchlichen Gymnasium. Der Fall wird am kommenden Freitag am Landesarbeitsgericht in Düsseldorf verhandelt.

Von dpa

Die Justitia ist an einer Scheibe am Eingang zum Oberlandesgericht zu sehen. Foto: Rolf Vennenbernd/dpa/Symbolbild

Im Jahr 2016 sei der Lehrer rechtskräftig zu einer Geldstrafe verurteilt worden, teilte das Gericht am Montag mit. Das beklagte Bistum kündigte ihm rund fünf Jahre später mit Schreiben vom 27. Januar 2021.

Das Bistum sei der Ansicht, der Mann sei aufgrund der Verurteilung als Lehrkraft nicht mehr tragbar. Von der Verurteilung habe es erst zwei Tage vor der Kündigung durch ein Schreiben der Bezirksregierung erfahren. Diese wiederum habe erst einen Monat zuvor von der Staatsanwaltschaft von der Verurteilung erfahren.

Der Lehrer argumentiert nun, es habe sich um eine einmalige und außerdienstliche Verfehlung gehandelt. Er habe außerdem Rat bei einer Beratungsstelle und einem befreundeten Psychologen gesucht. Das Arbeitsgericht hat seine Klage in erster Instanz abgewiesen. Der Kläger sei nicht mehr als Erziehungskraft geeignet.

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