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Brauchtum

Kirchen sehen gesellschaftlichen Zusammenhalt gefährdet

Essen (dpa/lnw)

Die Kirchen stellen dieses Jahr an Heiligabend aktuelle Entwicklungen wie den Ukraine-Krieg, eine drohende Spaltung der Gesellschaft und die angespannte Lage in den Kinderkliniken in den Vordergrund.

Von dpa

Lichterketten leuchten vor zwei Kirchtürmen. Foto: Rolf Vennenbernd/dpa/Symbolbild

Ruhrbischof Franz-Josef Overbeck etwa warnte in seiner Weihnachtsbotschaft vor zunehmender Polarisierung. «Die Heftigkeit der Auseinandersetzungen in unserer Gesellschaft und in unserer Kirche nimmt immer stärker zu. Wir ertrinken eher in lauten Beschuldigungen und Verdächtigungen, anstatt uns gemeinsam positiv auf den Weg nach vorne zu machen», sagte Overbeck nach Mitteilung des Bistums Essen.

Die Ratsvorsitzende der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD), Annette Kurschus, denkt beim Hören der Weihnachtsgeschichte an die aktuelle Notlage in den Kinderkliniken. Die Geschichte vom Jesuskind in der Krippe sei dadurch aktueller denn je, sagte sie nach einer EKD-Mitteilung.

«Den vertrauten Satz aus der biblischen Weihnachtsgeschichte kann ich in diesen vorweihnachtlichen Tagen kaum hören ohne die Nachrichten aus den Notaufnahmen der Kinderkliniken im Ohr», sagte Kurschus, die am Samstagabend in der Zionskirche in Bielefeld predigen will. Viele Kinderpraxen und Kinderstationen sind aktuell extrem überfüllt. Außerdem kommt es bei einigen Arzneimitteln, darunter Fiebersaft für Kinder, zu Knappheiten.

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