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Kirchenvertreter sprechen in Predigten über Corona-Pandemie

Bielefeld/Essen (dpa)

Kirchenvertreter haben in ihren Predigten an Heiligabend vielfach auf die Corona-Pandemie Bezug genommen. So sagte die Ratsvorsitzende der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD), Annette Kurschus, viele Menschen fühlten sich auf nie gekannte Weise den täglichen Corona-Zahlen ausgeliefert: «Wie viele Infizierte? Wie viele Erkrankte? Wie viele Tote? Wie viele Intensivbetten? Wie viele Beatmungsgeräte? Wie lautet die Reproduktionszahl - und wie die Inzidenzzahl?» Die Macht der Zahlen lasse viele vor Angst erstarren, so Kurschus. Die christliche Weihnachtsbotschaft laute jedoch, dass man Hoffnung haben dürfe.

Von dpa

Ein Wagen der Friedenskirche Ratingen fährt durch die Stadt. Foto: Rolf Vennenbernd/dpa/Archivbild

Ruhrbischof Franz-Josef Overbeck räumte in seiner Weihnachtsbotschaft ein, dass auch die Kirche derzeit immer weniger Menschen Halt geben könne: «Für viele ist der Glaube heute identisch mit oft nicht mehr verstehbaren, manchmal magischen, manchmal aus fernen Zeiten kommenden Formen von Religionsausübung, die den Menschen unserer Tage nicht mehr entsprechen.» Gerade das Weihnachtsfest eröffne aber einen Zugang zum Glauben: «Das Geschehen im Stall zu Bethlehem macht Mut, sich in unsicheren Zeiten an den Gott zu halten, der sich in Jesus so menschlich offenbart», sagte der Essener Bischof.

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