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Gesundheit

Krankenkasse: Mehr Fehlzeiten wegen psychischer Krankheiten

Düsseldorf (dpa/lnw)

Psychische Krankheiten gehören zu den häufigsten Gründen für eine Krankschreibung. In den letzten zehn Jahren gab es in NRW hier einen deutlichen Anstieg. Aber Depressionen und Ängste können auch körperliche Folgen haben.

Von dpa

Stifte liegen auf den Arbeitsunfähigkeitsbescheinigungen. Foto: Jens Büttner/dpa-Zentralbild/dpa/Symbolbild

Die Fehlzeiten von Beschäftigten wegen psychischer Erkrankungen sind in Nordrhein-Westfalen in den vergangenen zehn Jahren um 34 Prozent gestiegen. Das teilte die Krankenkasse DAK-Gesundheit in Düsseldorf nach einer Auswertung in ihrem Gesundheitsreport 2022 mit. Psychische Erkrankungen wie Depressionen oder Ängste sind demnach die zweithäufigste Ursache für eine Krankschreibung. Seelische Erkrankungen könnten auch körperliche Folgen haben, betonte die Kasse.

Für die Studie wurden die Daten von rund 430 000 erwerbstätigen Versicherten der Kasse untersucht. Zusätzlich befragte das Forsa-Institut mehr als 1000 Beschäftigte in Nordrhein-Westfalen. Demnach lebt fast ein Fünftel der Befragten mit einem psychischen Risikofaktor für eine Herz-Kreislauf-Erkrankung. Hochgerechnet auf die Erwerbstätigen in NRW haben damit eine Million Menschen ein erhöhtes Herzinfarkt-Risiko durch seelische Faktoren wie Depressionen, Ängste oder Arbeitsstress, erklärte die bundesweit drittgrößte Krankenkasse.

Der Gesundheitsreport zeige, dass die Rolle von Stress und psychischen Erkrankungen als Risiko für Herzinfarkte oft unterschätzt werde, erklärte Klaus Overdiek, Chef der DAK-Gesundheit in NRW. «Zwischen Psyche und Herz gibt es eine auffällige Wechselwirkung.»

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