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Landesumweltamt: Hochwasserlage weiterhin «sehr angespannt»

Duisburg (dpa/lnw)

Von dpa

Die Hochwasserlage in Teilen des Südens und Südwestens von Nordrhein-Westfalen ist laut Landesumweltamt (Lanuv) weiterhin «sehr angespannt». Wie der Lanuv-Hochwassermeldedienst am Freitag mitteilte, fallen wegen der nachlassenden Niederschläge inzwischen die Wasserstände an den meisten NRW-Hochwassermeldepegeln. Allerdings bewegen sich die Werte oftmals noch oberhalb der Warnschwellen. Die Wasserexperten rechnen wegen des vorhergesagten eher trockenen Witterungsverlaufs mit weiterhin, teils aber nur langsam fallenden Wasserständen.

In den Einzugsgebieten von Erft, Ruhr, Rur, Sieg und Weser wurden am Freitagmorgen noch Warnschwellen überschritten. Die höchste Warnstufe galt dabei am Morgen noch für Pegel an der Erft sowie deren Nebenflüssen Neffelbach und Swistbach. Auch viele Pegel an der Rur lagen über der höchsten Warnschwelle, ebenso an den Rur-Nebenflüssen Inde, Olef und Wurm. Der angekündigte Überlauf der Rurtalsperre hatte gegen Mitternacht begonnen. Mit Überschwemmungen im Unterlauf der Rur sei zu rechnen.

Das nordrhein-westfälische Klassifizierungssystem hat drei Warnstufen, deren Schwellen jeweils als «Informationswert» bezeichnet werden. Bei Wert 1 können Flächen überflutet werden, leichte Verkehrsbehinderungen auf Hauptverkehrs- und Gemeindestraßen sind möglich. Bei Wert 2 besteht die Gefahr der Überflutung einzelner Grundstücke oder Keller. Straßen werden gesperrt. Es kann zum Einsatz von Einsatz von Wasser- oder Dammwehr kommen. Bei der höchsten Stude 3 können bebaute Gebiete in größerem Umfang überflutet werden. Der Einsatz von Feuerwehr und Katastrophenschutz ist in großem Umfang möglich.

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