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Corona-Debatte im Landtag

Laschet: «Die Lage ist dramatisch»

Düsseldorf (dpa/lnw) - NRW-Ministerpräsident Armin Laschet (CDU) hat in der Corona-Pandemie zu entschlossenem Handeln aufgerufen. «Die Lage ist dramatisch», sagte Laschet am Donnerstag im Landtag in Düsseldorf. «Besonders die Lage auf den Intensivstationen spitzt sich von Tag zu Tag weiter zu.» Deshalb gelte: «Wir müssen jetzt handeln.»

dpa

Armin Laschet (CDU), Ministerpräsident von Nordrhein-Westfalen und Parteivorsitzender, kommt über eine Treppe in den Landtag. Foto: Rolf Vennenbernd

Laschet verteidigte seine Idee eines «Brücken-Lockdowns» vom Osterwochenende. «Man hat die Idee lächerlich gemacht», sagte er. Hätte man stattdessen den von ihm vorgeschlagenen schnellen harten Lockdown «als Teil einer Brücke zu mehr Perspektiven» umgesetzt, wäre man heute schon weiter.

SPD-Landtagsfraktionschef Thomas Kutschaty warf Laschet vor, das Vertrauen der Bürger in der Corona-Pandemie „schwer überstrapaziert“ zu haben. Das, was er am Osterwochenende als „Brücken-Lockdown“ vorgeschlagen habe, hätten die Ministerpräsidenten von Bayern und Baden-Württemberg, Markus Söder (CSU) und Winfried Kretschmann (Grüne), zuvor inhaltlich auch schon gefordert.

„Ihr Vorschlag vom Ostermontag ist ein einziges Plagiat, das ist peinlich, das zerstört Vertrauen“, sagte Kutschaty. „Dann braucht man sich auch nicht wundern, wenn irgendwann die Kanzlerin dann sagt: »Jetzt reicht's mir! Wir regeln das bundesgesetzlich.«“

Beim russischen Impfstoff Sputnik V warnte Laschet vor Alleingängen von Bundesländern. Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (CSU) hatte in der vergangenen Woche angekündigt, dass sich der Freistaat noch vor einer möglichen EU-Zulassung des russischen Corona-Impfstoffs Sputnik V Millionen Dosen des Mittels sichere.

Laschet betonte in seiner Rede vor dem Landtag zudem, dass nirgendwo so viel getestet werde wie in Nordrhein-Westfalen. Von den 15 000 Teststellen in Deutschland befänden sich 6500 in Nordrhein-Westfalen.

Unterdessen verkündete die Landesregierung, dass die Corona-Schutzverordnung in Nordrhein-Westfalen mit kleinen Aktualisierungen um eine Woche verlängert wird.

© dpa-infocom, dpa:210415-99-215945/2

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