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Laschet über Ausstellung zu 75 Jahre NRW

Düsseldorf (dpa/lnw)

Von dpa

Armin Laschet (CDU), Ministerpräsident von Nordrhein-Westfalen, gibt nach dem Rundgang durch die Ausstellung ein Statement ab. Foto: Federico Gambarini/dpa

Teddy, Dieselkatze, Atombunker, Frauenkittel, Kofferbombe und ein Engel - all diese Objekte haben viel mit Nordrhein-Westfalen zu tun. Zum 75. Geburtstag des Bundeslandes spürt eine Jubiläumsausstellung mit rund 300 teils verblüffenden Objekten der wechselvollen Geschichte des Landes nach. «Geschichte wird lebendig», sagte Ministerpräsident Armin Laschet (CDU) am Donnerstag nach der Vorbesichtigung im Düsseldorfer Behrensbau.

Besonders beeindruckt zeigte sich der Unions-Kanzlerkandidat etwa von dem deutsch-türkischen Anwerbeabkommen von 1961. «Getippt auf einer Olympia-Schreibmaschine, irgendwie vervielfältig» habe das Abkommen dazu geführt, dass Millionen Menschen nach NRW gekommen seien. «Das hat das gesellschaftliche Leben verändert.»

Auch das Motorrad, das 1964 das Willkommensgeschenk für den millionsten Gastarbeiter in Deutschland war, beeindruckte Laschet. Der CDU-Bundesvorsitzende wies aber auch auf den Brandanschlag auf das Haus der türkischstämmigen Familie Genc in Solingen 1993 hin, bei dem fünf Frauen und Mädchen getötet wurden. In der Ausstellung wird ein Stein des ehemaligen Hauses gezeigt.

Die Schau ist im mächtigen Behrensbau am Rheinufer zu sehen, nach dem Krieg Sitz der britischen Militärverwaltung und von 1946 bis 1953 Sitz der ersten Landesregierung. Das Gebäude aus wilhelminischer Zeit soll 2028 als Haus der Geschichte des Landes Nordrhein-Westfalen eröffnet werden. Laschet sagte, das Museum werde einmal «das Landesbewusstsein für ganze Generationen von Schülerinnen und Schülern prägen».

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