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Gesundheit

Leere Wartezimmer: Hausärzte behandeln per Telefon und Video

Termine werden abgesagt und Untersuchungen verschoben: Viele Patienten gehen aus Angst vor dem Coronavirus derzeit nicht in die Praxis, wenn es unbedingt sein muss. Doch eine Beratung durch den Hausarzt ist oft auch ohne persönlichen Kontakt möglich.

dpa

Köln (dpa/lnw) - Die Wartezimmer vieler Hausarztpraxen sind wegen des Coronavirus derzeit deutlich leerer als normalerweise. «Die meisten Patienten kommen nicht mehr einfach so in die Praxen, sondern rufen erst mal an», sagte die Sprecherin des Hausärzteverbands Nordrhein, Monika Baaken. Wenn möglich, würden die Patienten am Telefon beraten, um einen direkten Kontakt zu vermeiden. Zudem böten eine Reihe von Ärzten inzwischen Videosprechstunden an. «Untersuchungen, die nicht dringend notwendig sind, werden meist auf einen späteren Zeitpunkt verschoben.» Dies gelte vor allem für ältere Patienten.

Auch im Bereich Westfalen-Lippe setzen Hausärzte vermehrt auf Behandlungen via Telefon oder Video. Sollte dies nicht ausreichen, könnten die Patienten natürlich in die Praxis kommen oder der Arzt mache einen Hausbesuch, sagte die Vorsitzende des Hausärzteverbands Westfalen-Lippe, Anke Richter-Scheer. Patienten mit Verdacht auf eine Coronavirus-Infektion würden an die Behandlungszentren verwiesen, die inzwischen flächendeckend eingerichtet worden seien.

Nach Angaben von Baaken rufen in den Hausarztpraxen häufig Patienten an, die Erkältungssymptome haben und befürchten, sich mit dem neuartigen Virus infiziert zu haben. «Die Unsicherheit unter den Patienten ist groß.»

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