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Musik

Letzte Proben für «N' bisschen Frieden» vor Premiere

Duisburg (dpa)

Im Theater am Marientor in Duisburg haben die letzten Proben für das neue Ralph-Siegel-Musical «N'bisschen Frieden - Rock'n'Roll Summer» begonnen. Zwar fehlt Schauspieler Heinz Hoenig, der mit 71 Jahren gerade noch einmal Vater geworden ist und später einsteigt, bei den letzten Vorbereitungen. Gleichwohl gibt sich Siegel vor der Weltpremiere am Donnerstag (20.10., 19.30 Uhr) zuversichtlich.

Von dpa

Wolfgang Dalheimer, Keyboarder, sitzt im Theater am Marientor. Foto: Dieter Menne/dpa/Archivbild

«Wir hoffen natürlich, dass wir möglichst viele Zuschauer bekommen. Ich glaube, das Stück ist sehr, sehr gut. Und die Menschen werden sehr überrascht sein, was ich mein Leben lang so komponiert und getextet habe», sagte Siegel der Deutschen Presse-Agentur vor der Uraufführung seines neusten Werks. In dem Musical seien einige Lieder zu hören, «die ich vor 20, 30, 40 und 50 Jahren geschrieben habe. Und auf die bin ich immer noch sehr stolz.» Aber 50 Prozent der Musik sei erst in den vergangen drei Jahren entstanden.

Der umtriebige Komponist und Musikproduzent, dessen Musical «Zeppelin» zuletzt in Füssen lief, hofft mit dem neuen Werk auf einen weiteren Coup. «Ich glaube, es wird den Menschen gefallen», sagte Siegel. «Ich würde mich freuen, wenn die Leute uns vertrauen. Ich glaube, sie werden einen unvergessenen Abend erleben. Dafür bürge ich mit meinem Namen. Es ist ein ganz besonderes Stück.» Er sei mit 77 Jahren «sehr glücklich», dass er «N'bisschen Frieden» jetzt auf die Bühne bringen könne: «Man weiß ja nicht, wie lange man noch lebt.»

Auf einen Erfolg hofft auch Duisburgs Theater-Direktor und Executive Producer Wolfgang DeMarco. Bei Welt-Premieren wisse man nie so genau, wie ein Stück beim Publikum und den Kritikern ankomme, sagte der 57-Jährige der dpa. «Das ist immer so eine Sache. Aber wenn die Premiere gut läuft, schießen die Ticket-Verkäufe in die Höhe.»

Das Musical ist eine deutsch-deutsche Liebesgeschichte mit Krimi-Faktor. Hoenig, der sich nach der Geburt seines Sohnes zunächst ganz der jungen Familie mit Ehefrau Annika (37) widmet und Mitte Dezember zum Ensemble stößt, spielt den gealterten Stasi-Mann Erwin Krause. Nach 30 Jahren ist er dem einst von ihm in der DDR verfolgten und inhaftierten Rockmusiker Richard «Ricky» Steiner wieder auf der Spur. Diesem war 1979 die Flucht in den Westen gelungen.

Steiner landet in England und lebt dort lange unentdeckt unter dem Namen Rick Stone, ehe neben Krause auch seine West-Berliner Jugendliebe Elisabeth auf ihn aufmerksam wird. Gespielt wird Steiner von Dan Lucas, dem ersten Gewinner von «The Voice of Germany - Senior». Für Lucas ist es so etwas wie eine Begegnung mit der eigenen realen Vergangenheit: Er stammt aus der ehemaligen DDR und landete 1985 als «Republikflüchtling» in Wermelskirchen bei Remscheid. Als Bandmitglied hatte er sich nachts im Hotel abgesetzt. «Ich habe eine tolle Rolle und mir macht es wahnsinnig viel Spaß. Musical habe ich jetzt neu für mich entdeckt», sagte Lucas der dpa.

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