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Lkw-Fahrer durchbricht Schrankenanlage vor A43-Brücke

Recklinghausen (dpa/lnw)

Der Fahrer eines Sattelzuges soll auf der A43 eine der Schrankenanlagen durchbrochen haben, die die marode Emschertalbrücke vor dem Schwerlastverkehr schützen sollen. Vor der Anschlussstelle Recklinghausen-Hochlamark habe die automatisierte Gewichtskontrolle am Donnerstagmittag ergeben, dass das Gefährt zu schwer war, teilte die Polizei mit. Der 49-jährige Fahrer habe jedoch die geschlossene Schranke ignoriert und sei weitergefahren. Ein anderer Fahrer sei dem Sattelzug gefolgt und habe ihn gestoppt.

Von dpa

Das Blaulicht eines Polizeifahrzeuges leuchtet. Foto: Christoph Soeder/dpa/Symbolbild

Die Beamten erhobenen 430 Euro Sicherheitsleistung von dem Lkw-Fahrer, weil gegen ihn wegen Unfallflucht ermittelt werde und er keinen Wohnsitz in Deutschland besitze, sagte eine Polizeisprecherin. Der entstandene Sachschaden werde auf mehrere Tausend Euro geschätzt.

Solche Vorfälle kämen leider immer wieder mal vor, wie ein Sprecher der Autobahn GmbH Westfalen sagte. Meist seien Ersatzschranken auch schon vor Ort vorhanden, um die Anlage dann schnell wieder in Betrieb nehmen zu können. Wegen der maroden Autobahnbrücke über den Rhein-Herne-Kanal gilt seit April auf dem A43-Abschnitt ein Verbot für Fahrzeuge, die schwerer als 3,5 Tonnen sind.

Weil sich zu viele über das Verbot hinwegsetzen, kam es zum Bau der Schrankenanlagen. Sie messen automatisch das Gewicht der Fahrzeuge und schließen die Schranke bei Überschreitungen. Zu schwere Lkws werden auf die Umleitungsstrecken geführt. Die Anlage in Fahrtrichtung Wuppertal ist seit Dezember in Betrieb, die in Richtung Münster geht an diesem Freitag in Betrieb.

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