Schulen

Lolli-Tests sollen bis zu den Sommerferien laufen

Düsseldorf (dpa/lnw) - Die an diesem Montag startenden sogenannten Lolli-Tests in Grund- und Förderschulen sollen zunächst bis zu den Sommerferien laufen. Das NRW-Schulministerium hält eine Fortsetzung der neuen Corona-Tests im neuen Schuljahr aber für denkbar: «Wir können uns sehr gut das Projekt auch nach den Sommerferien vorstellen», sagte Nordrhein-Westfalens Schulministerin Yvonne Gebauer (FDP) am Freitag in einer Online-Pressekonferenz. «Wir können dieses Projekt bis zum Ende des Jahres durchführen, wenn es denn erforderlich ist», sagte Staatssekretär Mathias Richter. Das Projekt sei bis zu den Sommerferien finanziert. Dann wolle man sich die weitere Pandemieentwicklung anschauen, um zu entscheiden, «ob man es nach den Sommerferien braucht für einen stabilen und erfolgreichen Schutz auch für das nächste Schuljahr».

dpa

Yvonne Gebauer (FDP), Schulministerin von Nordrhein-Westfalen, spricht während einer Pressekonferenz. Foto: Marcel Kusch

NRW will die Speicheltests an diesem Montag als erstes Bundesland flächendeckend einführen. Alle mehr als 730 000 Schülerinnen und Schüler der knapp 3800 Grund- und Förderschulen sollen mit dem Lolli-Test zwei Mal pro Woche in ihrer Lerngruppe auf das Coronavirus getestet werden. Die Testung geschieht zunächst gruppenweise. Erst wenn eine Gruppe positiv getestet wurde, werden Einzeltests der Gruppenmitglieder vorgenommen. «Die Lolli-Tests werden uns dabei helfen, Infektionen frühzeitiger als mit Selbsttests zu entdecken und Infektionsketten von vornherein in Schulen zu unterbrechen», sagte Gebauer. Die Tests werden Lolli-Tests genannt, weil die Schülerinnen und Schüler auf dem Teststäbchen wie auf einem Lolli 30 Sekunden lang herumlutschen müssen.

Die Lehrergewerkschaft Verband Bildung und Erziehung (VBE) NRW begrüßte die Einführung der neuen Testweise. «Ohne Zweifel sind die Lolli-Tests kind- und altersgerechter als die bisherigen Schnelltests - das ist definitiv ein Fortschritt», erklärte der VBE- Landesvorsitzende Stefan Behlau. Optimierungsbedarf gebe es aber bei den Ergebnisrückmeldungen, um vor allem Schulleitungen zu entlasten.

© dpa-infocom, dpa:210507-99-506320/2

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