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Mainz kämpft sich gegen Bielefeld ins Pokal-Achtelfinale

Mainz (dpa)

Joker Marcus Ingvartsen hat den Fußball-Bundesligisten FSV Mainz 05 erstmals seit vier Jahren wieder ins Achtelfinale des DFB-Pokals geschossen und Arminia Bielefeld einen weiteren sportlichen Tiefschlag versetzt. Der Däne traf am Dienstagabend vor 9000 Zuschauern in der 114. Minute zum 3:2 (0:1, 2:2) nach Verlängerung und entschied damit das rasante Zweitrundenduell mit dem Bundesliga-Vorletzten.

Von Eric Dobias und Julia Cebella, dpa

Der Mainzer Marcus Ingvartsen auf dem Rücken von Adam Szalai jubelt nach dem 3:2 in der Verlängerung. Foto: Torsten Silz/dpa

Masaya Okugawa (2.) hatte die Ostwestfalen früh in Führung gebracht. Jonathan Burkardt (53.) und Karim Onisiwo (59.) drehten nach der Pause die Partie, ehe der erst 22 Minuten zuvor eingewechselte Torgarant Fabian Klos (89.) die bis zur letzten Sekunde kämpfenden Gäste in die Verlängerung köpfte. Dort hatte Mainz dank Ingvartsen aber das bessere Ende für sich.

Das Spiel begann furios. Schon nach 60 Sekunden hatte Burkardt das 1:0 für die Gastgeber auf dem Fuß, scheiterte aber am glänzend reagierenden Bielefelder Torwart Stefan Ortega Moreno. Fast im Gegenzug trafen die Gäste: Nach einem feinen Pass von Patrick Wimmer hatte Okugawa im Zentrum plötzlich freie Bahn und lupfte den Ball gekonnt über den herausstürzenden Mainzer Torhüter Robin Zentner ins Netz.

Der Torschütze war einer von gleich sieben neuen Spielern, die Trainer Frank Kramer gegenüber dem 1:3 gegen Borussia Dortmund in die Startelf beordert hatte. Diese radikale Personal-Rochade zeigte Wirkung, denn Bielefeld war im ersten Durchgang die bessere Mannschaft. Nur bei einem Kopfball von Burkardt musste Ortega Moreno noch einmal eingreifen.

Auf der Gegenseite hätte Okugawa (28.) fast einen Doppelpack geschnürt, doch Stefan Bell hielt den Schuss des Japaners für seinen schon geschlagenen Torwart Zentner vor der Linie auf. Schon nach einer halben Stunde schickte Mainz-Trainer Bo Svensson, der in der Anfangsphase wegen Reklamierens die Gelbe Karte sah, seine Ersatzspieler zum Warmlaufen - ein klarer Beleg für seine Unzufriedenheit.

Bryan Lasme hätte für die Arminia sogar auf 2:0 erhöhen können. Zentner lenkte den Ball mit viel Glück an die Latte. Kurz nach Wiederbeginn tauchte Lasme erneut frei vor dem Mainzer Tor auf, schob den Ball aber knapp am langen Pfosten vorbei. Das rächte sich, denn Mainz zeigte sich nun effektiv. Burkardt traf per Kopf zum Ausgleich, und Onisiwo legte wenig später aus Nahdistanz nach.

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