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Ermittlungen

Mann bei Flucht von Polizei nahe Kleve angeschossen

Kranenburg(dpa)

Bei der Flucht vor der Polizei nahe Kranenburg (Kreis Kleve) ist ein Mann angeschossen und schwer verletzt worden. Er und drei weitere Menschen waren am Freitagabend mit dem Auto aus den Niederlanden eingereist und flüchteten am Grenzübergang Wyler vor einer Grenzkontrolle der Bundespolizei, wie Polizei und Staatsanwaltschaft Kleve am Sonntag mitteilten.

Von dpa

Das Blaulicht eines Polizeifahrzeuges leuchtet. Foto: Christoph Soeder/dpa/Symbolbild

Die Bundespolizei konnte das Auto kurze Zeit später ausfindig machen. Als die Beamten an das Auto herantraten, versuchte der Fahrer mit seinen drei Mitfahrern im Alter zwischen 19 und 21 Jahren erneut zu flüchten und fuhr dabei einen Polizisten an. Dieser schoss mehrmals auf das anfahrende Auto und traf dabei einen 21 Jahre alten Mann auf der Rückbank. Durch einen Treffer in den Reifen kam der Wagen zum Stehen.

Der 21-Jährige wurde schwer verletzt ins Krankenhaus gebracht, Lebensgefahr bestand den Angaben nach nicht. Der Polizist wurde leicht verletzt.

Bei der anschließenden Durchsuchung des Autos wurde eine kleinere Menge Betäubungsmittel gefunden. Die vier Insassen wurden vorläufig festgenommen, gegen sie wurde ein Ermittlungsverfahren wegen der Delikte im Zusammenhang mit der Verfolgungsfahrt und wegen des Verstoßes gegen das Betäubungsmittelgesetz eingeleitet.

Ob der Einsatz der Schusswaffe gerechtfertigt war, muss nun durch Polizei und Staatsanwaltschaft geprüft werden. Die Ermittlungen gegen den Beamten der Bundespolizei werden durch die Polizei Krefeld und die Staatsanwaltschaft Kleve geführt.

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