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Mann niedergeschossen: Prozess in Hochsicherheitstrakt

Düsseldorf (dpa/lnw)

Von dpa

Das Wort «Oberlandesgericht» ist am Eingang dees Gerichts in Stein gemeißelt. Foto: Roland Weihrauch/dpa/Archivbild

Weil er in einem Dormagener Gewerbepark einen Kölner niedergeschossen und lebensgefährlich verletzt haben soll, muss sich ein wohnsitzloser Mann ab heute vor Gericht verantworten. Das Verfahren des Düsseldorfer Landgerichts wegen versuchten Totschlags findet im Hochsicherheitstrakt des Oberlandesgerichts statt. Aus Justizkreisen hieß es, es werde ein Flucht- oder Befreiungsversuch befürchtet.

Der mutmaßliche Schütze war nach der Tat entkommen und der Polizei ein halbes Jahr später bei einer Verkehrskontrolle in Remscheid ins Netz gegangen. Im Handschuhfach seines Wagens befand sich eine halb-automatische Waffe. Der Georgier besaß auch keine gültige Aufenthaltsgenehmigung.

Nun muss sich der 35-Jährige wegen versuchten Totschlags, illegalen Waffenbesitzes und illegalen Aufenthalts verantworten. Bei der Tat in Dormagen sollen noch zwei weitere maskierte Männer beteiligt gewesen sein. Mehrere Zeugen hatten den Vorfall beobachtet und gehört, dass die Männer russisch mit georgischem Akzent gesprochen hatten. Nach dem Georgier war mit internationalem Haftbefehl gefahndet worden.

Bisher habe sich der Angeklagte nicht zu den Vorwürfen geäußert, hieß es bei Gericht. Für das Verfahren sind bis zum 22. September zunächst fünf Verhandlungstage angesetzt. Bei einer Verurteilung muss der Angeklagten mit bis zu 15 Jahren Haft rechnen.

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