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Prozesse

Mann schraubt fremde Kennzeichen ab: Geldstrafe

Bonn (dpa/lnw) - Das Amtsgericht in Bonn hat einen 23-Jährigen wegen mehrerer Spritztouren mit fremden Autokennzeichen zu 3900 Euro Geldstrafe verurteilt. Dem Mechatroniker wurden in dem Urteil vom Freitag fünffache Täuschung, Urkundenfälschung, Fahren ohne Fahrerlaubnis sowie der Verstoß gegen das Pflichtversicherungsgesetz zur Last gelegt.

dpa

Eine Figur «Justitia» steht auf einem Schreibtisch. Foto: Patrick Seeger

Der Angeklagte, der für 1500 Euro ein altes Cabrio gekauft hatte, aber keinen Führerschein besaß, hatte sich in der Tiefgarage eines Mehrfamilienhauses wiederholt fremder Autokennzeichen bedient. Für Spritztouren in die City oder aufs Land schraubte er Nummernschilder von parkenden Autos ab. Nach Ende seiner Touren - manchmal ein Tag, manchmal auch länger - brachte er die Kennzeichen wieder ordnungsgemäß an.

Die Eigentümer der Autos hatten den Diebstahl angezeigt, wunderten sich aber, dass ihre Schilder plötzlich wieder angeschraubt waren. Schließlich fiel den Geschädigten das blaue Cabrio auf, das zumeist ohne Nummernschild in der Tiefgarage parkte. Wenn es nicht auf dem Platz stand, fehlten wiederum Kennzeichen. Es schien also einen Zusammenhang zu geben.

© dpa-infocom, dpa:210326-99-986595/2

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