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Mann soll auf Ex-Partnerin eingestochen haben: Prozess

Essen (dpa/lnw)

Ein Mann soll im Wahn auf seine Ex-Partnerin eingestochen haben. Dass die Frau überlebt hat, gleicht einem Wunder. Jetzt beschäftigt der Fall das Essener Landgericht.

Von dpa

Eine Ausgabe des Strafgesetzbuchs und der Strafprozessordnung stehen in einem Gerichtssaal. Foto: Sebastian Gollnow/dpa/Symbolbild

Nach einer lebensgefährlichen Messer-Attacke auf offener Straße steht ein psychisch kranker Mann seit Donnerstag in Essen vor Gericht. Der Angeklagte soll am Morgen des 1. September 2021 rund 20 Mal auf seine Ex-Partnerin eingestochen haben. Erst als die Klinge seines Messers abgebrochen und im Schädel der Frau steckengeblieben ist, soll der 30-Jährige die Flucht ergriffen haben. Hintergrund der Tat war laut Staatsanwaltschaft ein krankhafter Verfolgungs- und Eifersuchtswahn. Das Leben der Frau hatte nur durch eine sofortige Notoperation gerettet werden können. Die Anklage lautet auf Mordversuch.

Zum Prozessauftakt hat sich der Angeklagte aus Eritrea noch nicht zu den Vorwürfen geäußert. Nach Angaben seines Verteidigers ist mit einem Geständnis zu rechnen. Die Richter am Essener Landgericht müssen prüfen, ob der 30-Jährige zum Schutz der Allgemeinheit auf unbestimmte Zeit in die geschlossene Psychiatrie eingewiesen werden muss. Mit einem Urteil ist voraussichtlich Mitte März zu rechnen.

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