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Mann wegen Betrugs zu Strafe von sechs Jahren verurteilt

Mönchengladbach (dpa/lnw)

Von dpa

Der Angeklagte Daniel Manuel R. (l) sitzt hinter seinem Verteidiger im Saal des Amtsgerichts. Foto: Martin Höke/dpa/Archivbild

Das Amtsgericht Mönchengladbach hat am Donnerstag einen 24 Jahre alten Mann wegen vielfachen Betrugs zu einer Haftstrafe von sechs Jahren verurteilt. In das Strafmaß sei auch ein Strafbefehl des Amtsgerichts Bremen aus dem vergangenen Jahr eingeflossen, sagte ein Sprecher des Landgerichts. Der 24-Jährige habe in seinem Schlusswort erneut beteuert, dass er Opfer von Cyberkriminellen geworden sei, die seine Identität missbraucht hätten. Das Urteil ist nicht rechtskräftig.

Der Angeklagte wurde wegen Computerbetrugs in 19 Fällen, Betrugs in sieben Fällen sowie Fahrens ohne Fahrerlaubnis verurteilt. Er soll unter Verschleierung seiner wahren Identität hochwertige Waren bestellt, Wohnungen und gehobene Autos angemietet haben. Das Gericht verhängte auch eine Führerscheinsperre gegen den 24-Jährigen. Der bereits in einem früheren Verfahren wegen Online-Betrugs Verurteilte sitzt weiter in U-Haft.

Bei Prozessbeginn war deutlich geworden, dass er in verschiedenen Strafverfahren unterschiedliche Angaben zu Lebenslauf, Elternhaus sowie zu seiner schulischen und beruflichen Laufbahn gemacht hatte. Er soll laut Zeugen auch behauptet haben, als Earl von Bristol dem englischen Adel anzugehören und über großes Vermögen zu verfügen. Sein adeliger Vater sei in Afghanistan als Soldat gefallen. In dem Prozess hatte dagegen ein Zeuge bekräftigt, er sei der Vater des Angeklagten, habe keine englischen Wurzeln und verfüge über keinen Adelstitel.

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