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Massenpartys in Münster und Köln: Kontrollen zeigen Wirkung

Münster/Köln/Dortmund (dpa/lnw)

Die Massenkrawalle bei Partys vergangenes Wochenende hatten die Politik aufgeschreckt. Nun griffen die Behörden konsequent durch - und es blieb ruhig.

Von dpa

Leere Flaschen sind die letzten Überreste einer Party am Aachener Weiher. Foto: Roberto Pfeil/dpa/Archivbild

Nach Randaleakten und Attacken gegen Ordnungskräfte bei ausufernden Partys am vergangenen Wochenende in Münster hat die Null-Toleranz-Strategie der Stadt Wirkung gezeigt. Viele Tausend Menschen hätten ohne Aggressionen gefeiert und gezeigt, «dass es ganz anders geht als noch eine Woche zuvor, als es am Aasee zu gewalttätigen Ausschreitungen gekommen war», teilte die Stadt Münster am Sonntag mit.

Erstmals hatte es ein Verweilverbot am Aasee gegeben. Für Verstöße hatte die Stadt ein Bußgeld in Höhe von 250 Euro festgelegt. Von Freitagabend bis Sonntagmorgen erteilte die Polizei 34 Platzverweise, es kam zu einer Strafanzeige wegen Widerstandes gegen die Polizei sowie zwei Strafanzeigen wegen Beleidigung. Eine Person wurde in Gewahrsam genommen. Das Verweilverbot am Aasee ist auf die nächsten vier Wochenenden von 21.00 Uhr abends bis 6.00 Uhr am nächsten Morgen begrenzt.

In Köln verhinderten Polizei und Ordnungskräfte ebenfalls mit verstärkten Einsätzen, dass sich Menschen an beliebten Treffpunkten häufen. Auch dort hatte es am vorigen Wochenende illegale Partys mit Hunderten von Feiernden gegeben, von denen viele die noch geltenden Coronaschutzmaßnahmen missachteten. Dieses Wochenende sei es «geschmeidig» gelaufen, sagte ein Polizeisprecher am Sonntag. Regen und Unwetter hätten wohl auch dazu beigetragen, dass es friedlich geblieben sei.

Neuralgische Punkte wie der Rheinboulevard, der Aachener Weiher und das Belgische Viertel standen im Fokus der Polizei, Verstöße würden konsequent geahndet, hieß es. Vielen war damit offenbar die Lust an nächtlichen Massenpartys verdorben. Auch die Reiterstaffel patrouillierte, um die Verbote zum Schutz vor Corona durchzusetzen.

Auch gegen die Raser- und Poserszene wurde am Wochenende verschärft vorgegangen. Die Dortmunder Polizei kontrollierte mehrere Hundert Fahrzeuge und Personen. Schon am Freitag seien etwa 200 Fahrzeuge geprüft worden. 20 Platzverweise und fünf Strafanzeigen wurden erteilt - unter anderem wegen Steuervergehen. In der Nacht zum Samstag wurden laut Polizei erneut «szenetypische Treffpunkte» unter die Lupe genommen und dabei 68 Fahrzeuge und 100 Personen kontrolliert. Erneut hagelte es Platzverweise und Verwarngelder.

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