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Messer-Angriff auf Ehefrau: Mann zu Haftstrafe verurteilt

Mönchengladbach (dpa/lnw)

Von dpa

Vor einem Gericht hält eine Statue der Justitia eine Waagschale. Foto: Stefan Puchner/dpa/Symbolbild

Ein 61-Jähriger ist in Mönchengladbach wegen der versuchten Tötung seiner Ehefrau zu fünf Jahren und zwei Monaten Freiheitsstrafe verurteilt worden. Das Landgericht befand ihn am Donnerstag des versuchten Mordes und der gefährlichen Körperverletzung schuldig. Bei der Entscheidung wurde berücksichtigt, dass der Wirtschaftsprüfer zur Tatzeit stark alkoholisiert und daher laut Gutachter nur vermindert schuldfähig war.

Nach Überzeugung der Strafkammer hatte der Angeklagte Anfang Januar seine Frau nach einem Streit nachts im Schlaf überrascht und mehrfach mit einem Fleischermesser auf sie eingestochen. Zudem habe er versucht, die 58-jährige Mutter der beiden gemeinsamen Söhne mit einem Sweatshirt zu erwürgen und mit einer Decke zu ersticken. Einer der Söhne sei aber dazwischengegangen. Der Mann hatte zur Tatzeit einen Blutalkoholwert von drei Promille.

Der Mann sei «wütend und aufgebracht» gewesen, weil «er Stunden zuvor von der Polizei aus seinem Haus verwiesen worden» sei, stellte das Gericht zum Motiv fest. Die Beamten waren von der Ehefrau gerufen worden, weil der Mann mit Bekannten in dem Haus bis in die Nacht hinein gezecht hatte. Die Beamten verhängten daraufhin - wie schon mehrfach zuvor - ein zehntägiges Rückkehrverbot. Die Eheleute waren schon länger getrennt und wollten sich scheiden lassen, lebten aber noch gemeinsam in dem Einfamilienhaus in Grevenbroich.

Der Argumentation des 61-Jährigen, er sei in der Nacht nur zurückgekommen, um zu reden, folgte das Gericht nicht. «Wer reden will, braucht kein Fleischermesser», betonte der Vorsitzende Richter.

Der Mann hatte im Prozess die Messer-Attacke zwar zugegeben, aber jede Tötungsabsicht bestritten. Er habe seiner Frau nur Angst machen wollen.

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