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Mieterbund NRW beklagt Anstieg der Wohnungsmieten

Düsseldorf (dpa/lnw)

Der Deutsche Mieterbund NRW hat den Anstieg der Mietkosten beklagt. In den vergangenen zehn Jahren seien die Wohnungsmieten in Nordrhein-Westfalen im Schnitt um insgesamt 30 Prozent gestiegen, berichtete der Mieterbund NRW am Freitag in Düsseldorf im Vorfeld seiner Mitgliederversammlung. Die Mietbelastung sei vor allem in den Großstädten des Landes sehr hoch, sagte der Vorsitzende des Landesverbandes, Hans-Jochem Witzke, laut einer Mitteilung. Viele Menschen müssten mehr als 30 Prozent ihres Einkommens für Wohnen aufwenden. Am deutlichsten habe sich das Mietenniveau in der Rheinschiene und in den Universitätsstädten Aachen, Münster und Dortmund erhöht.

Von dpa

Blick auf Wohnhäuser in einer Straße. Foto: Marcel Kusch/dpa/Symbolbild

Weil Wohnraum knapper werde, sei die Errichtung von jährlich 100 000 Wohnungen nötig. 2020 seien jedoch nur Baugenehmigungen für rund 52 000 Wohnungen erteilt worden. Der Mieterbund NRW forderte von der Landespolitik mehr Geld für Wohnungsbauförderung und dabei eine Konzentration auf Mietwohnungen. Nötig sei auch eine Stärkung gemeinwohlorientierter Vermieter wie kommunale Unternehmen und Genossenschaften. Auf Bundesebene sollte sich nach Ansicht des Mieterbundes die Landesregierung dafür einsetzen, dass Klimaschutz-Modernisierungen für Mieter tragbar blieben und ein Mietenstopp eingeführt werde. Der Verband vertritt nach eigenen Angaben 50 Mietervereine mit insgesamt rund 300 000 Mieterhaushalten.

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