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Schulen

Ministerin zu Winterferien: Vorschlag untauglich und unnötig

Düsseldorf (dpa/lnw) - NRW-Schulministerin Yvonne Gebauer (FDP) hat dem Vorschlag, die Winterferien wegen Corona zu verlängern und stattdessen die Sommerferien zu kürzen, eine Absage erteilt. «Der Vorschlag ist untauglich und unnötig», sagte Gebauer am Dienstag. Die Idee sei «kurzfristig weder schulorganisatorisch noch praktisch umzusetzen.»

dpa

Yvonne Gebauer (FDP), Schulministerin von Nordrhein-Westfalen, trägt einen Nasen-Mundschutz. Foto: Federico Gambarini

Der Bundestagsabgeordnete und Hamburger CDU-Chef Christoph Ploß hatte der «Bild» gesagt: «Wir sollten darüber nachdenken, die Winterferien um zwei bis drei Wochen zu verlängern und im Sommer entsprechend zu kürzen.» Ziel müsse sein, bestmöglich durch die Pandemie zu kommen. Sein Bundestags-Fraktionskollege Stephan Pilsinger (CSU) regte sogar bis zu vier Wochen längere Weihnachtsferien mit entsprechender Kürzung der Oster- und Sommerferien an. «Das Wohl der Schüler und Lehrer muss im Vordergrund stehen», begründete er seinen Vorschlag. Hintergrund ist die Debatte über kalte Klassenzimmer, weil wegen Corona in kurzen Abständen gelüftet werden soll.

NRW-Ministerin Gebauer sagte dagegen: «Nach dem Lockdown im letzten Schuljahr muss es in diesem Schuljahr darum gehen, dass Schule in geregelten Strukturen stattfindet und die Kinder so viel Präsenzunterricht wie möglich erhalten ohne lange Unterbrechungszeiten wie einen Monat Weihnachtsferien.»

Die Erfahrungen der vergangenen Wochen hätten gezeigt, dass an den Schulen des Landes kein unkontrolliertes Infektionsgeschehen festzustellen sei und Schulen keine Hotspots seien. «Ganz im Gegenteil: Die strengen Hygiene- und Infektionsschutzmaßnahmen werden eingehalten und wirken», so Gebauer.

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