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Museum Ludwig zeigt private Fotos von Arbeitsmigranten

Köln (dpa)

Von dpa

Besucher warten vor dem Museum Ludwig in Köln. Foto: Oliver Berg/dpa/Archivbild

Bei einer Schifffahrt auf dem Rhein, in Arbeitskleidung vor dem Wohnheim und beim Protest vor dem Werkstor: Die Ausstellung «Vor Ort: Fotogeschichten zur Migration» im Museum Ludwig in Köln zeigt seit Donnerstag private Fotos von Arbeitsmigranten. Mehr als 500 Bilder erzählen Geschichten von der Ankunft in einem fremden Land, harter Arbeit, schönen Ausflügen und Protesten in der neuen Heimat.

Die Fotos sind zwischen 1955 und 1989 im Rheinland entstanden und stammen aus dem Dokumentationszentrum und Museum über die Migration in Deutschland (DOMiD). «Sie sind durch viele Hände gegangen, sind immer wieder angefasst worden, sind am Herzen getragen worden», sagt Barbara Engelbach, die die Ausstellung gemeinsam mit Ela Kaçel kuratiert. «Sie sind wie eine Nabelschnur.»

Auch für Politisches und Aktuelles hat das Museum Platz geschaffen. Ein Raum widmet sich den Arbeiterstreiks in den 70er-Jahren, in einem anderen werden auch die Kölner Keupstraße und die rechtsextreme Mordserie des NSU thematisiert. Die Ausstellung läuft noch bis zum 3. Oktober.

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