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Köln

Mutmaßlicher Doppelmord am Rhein: Lebenslange Haft gefordert

Köln (dpa/lnw)

Im Prozess um einen mutmaßlichen Doppelmord an einer 24 Jahre alten Frau und ihrem vierjährigen Sohn hat die Kölner Staatsanwaltschaft auf eine lebenslange Haftstrafe plädiert. Es sei erwiesen, dass der 25 Jahre alte Angeklagte seine ehemalige Geliebte und ihren gemeinsamen Sohn getötet und sie anschließend in den Rhein geworfen habe, sagte ein Staatsanwalt am Montag vor dem Landgericht Köln. Als Motiv nimmt die Staatsanwaltschaft unter anderem Habgier an. Der Angeklagte habe keinen Unterhalt für das Kind zahlen wollen. Zudem habe er verhindern wollen, dass überhaupt bekannt wird, dass er der Vater ist.

Von dpa

Blick auf die Justitia über dem Eingang eines Landgerichts. Foto: Hendrik Schmidt/dpa-Zentralbild/dpa/Symbolbild

Die Leichen der Frau und des Kindes waren im November 2021 im Rhein bei Köln entdeckt worden. Laut Anklageschrift soll der 25-Jährige die Frau und den gemeinsamen Sohn jeweils mit mehreren Messerstichen getötet haben.

Anfang August hatte der Deutsche in dem Prozess die Tat gestanden. Er hatte angegeben, dass er erst im September 2021 erfahren habe, Vater des Vierjährigen zu sein. Anfang 2017 sollen der Angeklagte und die 24-Jährige eine kurze Affäre gehabt haben, im Oktober drauf war der Junge geboren worden.

Im letzten Wort entschuldigte sich der 25-Jährige beim Vater und Großvater der Opfer für seine «grausame Tat». Seine Verteidiger hatten zuvor keinen konkreten Strafantrag gestellt, das von der Staatsanwaltschaft vorgebrachte Motivbündel jedoch in Zweifel gezogen. Ein Urteil in dem Fall soll am 6. September verkündet werden.

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